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05.05.2026 | 05:15

Paukenschlag bei Wolfram! Trump steigt ein? Almonty gewinnt in jedem Fall!

  • Rohstoffe
  • kritischemetalle
Bildquelle: KI

Paukenschlag im Wolfram-Sektor. Das kritische Metall ist nicht nur für die Verteidigungsindustrie und die Halbleiterproduktion essenziell. Bisher kontrolliert China etwa 80 % des Weltmarktes. Der Preis für Wolfram hat sich allein im laufenden Jahr vervielfacht. Dies scheint jetzt auch die Trump-Familie aufmerksam zu machen. Wie verschiedene US-Medien berichten, will der Trump-Clan in den Wolfram-Markt einsteigen. Das Ganze hat mindestens einen faden Beigeschmack. Und bis zur Produktion – falls es überhaupt soweit kommt – dürfte es noch viele Jahre dauern. Damit dürfte Wolfram bei US-Investoren noch bekannter werden und damit auch Almonty Industries. Das Unternehmen produziert schon heute und verkauft zu nicht für möglich gehaltenen Preisen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Inhaltsverzeichnis:


    Paukenschlag im Wolfram-Sektor

    Es ist aktuell ein Top-Thema in den US-Finanzmedien: Die Söhne von Donald Trump, Donald Trump Jr. und Eric Trump, sind über ein komplexes Geflecht aus Firmenbeteiligungen in den Wolfram-Markt eingestiegen. Über das Unternehmen Skyline Builders wurde eine Fusion mit der Cove Kaz Capital Group vollzogen, aus der das neue Unternehmen Kaz Resources (KAZR) hervorgegangen ist. Dieses kontrolliert 70 % der kasachischen Wolfram-Lagerstätten Northern Katpar und Upper Kairakty. Die Trump-Söhne sollen Schätzungen zufolge eine Beteiligung von 20 % halten.

    Kritik gibt es vor allem wegen der engen Verflechtung von privatem Investment und staatlicher Förderung. Das Projekt wird durch eine Finanzierungszusage der US-Export-Import-Bank (EXIM) und der International Development Finance Corporation (DFC) in Höhe von insgesamt 1,6 Mrd. USD unterstützt. Dass die Familie des Präsidenten nun unmittelbar von staatlichen Subventionen profitiert, wirft Fragen nach der Trennung von Amt und Privatgeschäft auf.

    Während die Transaktion den Blick auf den Wolfram-Markt richtet, wird sie die Knappheit des kritischen Metalls im Westen bis auf weiteres nicht ändern. Trotz der Milliardenzusagen steht Kaz Resources erst am Beginn der Erschließung. In der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnt zunächst die Erstellung der Machbarkeitsstudie, deren Abschluss und die anschließende finale Investitionsentscheidung werden gute 2 Jahre beanspruchen. Angesichts der notwendigen Bauphase für die Mine in der kasachischen Steppe ist eine kommerzielle Produktion kaum in den 2020ern zu erwarten. Falls es überhaupt jemals soweit kommt.

    Dabei wäre mehr Wolfram für westliche Produzenten von Rüstungsgütern, Halbleitern, Raumfahrkomponenten und vielem mehr dringend nötig. Denn China ist nicht nur der größte Produzent des besonders harten Metalls, sondern ist inzwischen selbst zum Importeur geworden. Da verwundert es nicht, dass der Preis für eine metrische Tonne (mtu) – dies entspricht 10 kg – Ammoniumparawolframat am Handelsplatz Rotterdam inzwischen an der Marke von 3.300 USD kratzt. Anfang dieses Jahres wurden erst rund 900 USD je mtu bezahlt und Mitte 2023 weniger als 300 USD. Der große Gewinner dieser Entwicklung ist Almonty Industries. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren in Südkorea die größte westliche Mine erschlossen.

    Der Gewinner im Wolfram-Markt

    Almonty hat sich vom Nischenproduzenten zum strategischen Schlüsselspieler im globalen Wolframmarkt entwickelt. An der Nasdaq wird das Unternehmen inzwischen mit rund 6 Mrd. USD bewertet. Und die Chancen auf weiter steigende Kurse stehen gut. Der Westen ist weiterhin unterversorgt, die Entwicklung neuer Minen dauert Jahre und die Schätzungen der Analysten erscheinen weiterhin konservativ.

    Während das Unternehmen in Portugal zunächst operative Effizienz in kleinerem Maßstab bewies, liegt der eigentliche Hebel in der Wiederinbetriebnahme der historischen Sangdong-Mine in Südkorea. Die Lagerstätte, einst eine der bedeutendsten weltweit, wurde nach jahrelangen Investitionen von über 100 Mio. USD Ende 2025 zurück in Produktion gebracht. Mit einem überdurchschnittlich hohen Erzgehalt und einer geplanten Minenlaufzeit von mehr als vier Jahrzehnten zählt Sangdong mindestens zu den attraktivsten Wolframprojekten außerhalb Chinas.

    Die erste Ausbaustufe läuft hoch und im kommenden Jahr soll die Kapazität noch einmal verdoppelt werden. So soll die Mine einen erheblichen Anteil der nicht-chinesischen Weltversorgung abdecken – ein geopolitisch relevanter Faktor, insbesondere für die USA, die vollständig von Importen abhängig sind. Außerdem wird die Mine in Portugal erweitert und im US-Bundesstaat Montana will man noch im laufenden Jahr in Produktion gehen.

    Parallel baut Almonty die Wertschöpfungstiefe konsequent aus. Neben der Förderung entsteht in Sangdong eine Weiterverarbeitungsanlage für Wolframoxid, zudem wird eine angrenzende Molybdän-Lagerstätte entwickelt. Ziel ist eine integrierte Lieferkette, die den wachsenden Anforderungen westlicher Abnehmer – insbesondere aus dem Verteidigungssektor – gerecht wird.

    Am 20. Mai dürfte es wieder spannend werden

    In seinem letzten Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF betont Lewis Black, CEO von Almonty Industries, vor allem die strategische Bedeutung von Humankapital im global zunehmend kritischen Wolfram-Markt. Der Zugang zu Know-how sei ein zentraler Wettbewerbsvorteil, da die Expertise in Abbau und Verarbeitung über Jahre verloren gegangen sei und heute nur noch bei wenigen Spezialisten liege. Entsprechend setzt Black auf eine bewusst unkonventionelle Teamstruktur: flache Hierarchien, hohe Eigenverantwortung und Führungskräfte außerhalb des klassischen Bergbau-Umfelds. Ziel sei eine Organisation, die nicht von Einzelpersonen abhängt, sondern nachhaltig funktioniert. Diese Kultur sorge für außergewöhnlich hohe Mitarbeiterbindung und ziehe überdurchschnittlich qualifizierte Kräfte an – ein entscheidender Faktor in einem geopolitisch sensiblen Rohstoffsegment.

    https://youtu.be/yKWEA8oMgKQ?si=4yYtVFP9DxGab375

    Black wird am 20. Mai 2026 auf der virtuellen Investorenkonferenz des IIFs präsentieren. Dann dürfte es News zur Entwicklung in Portugal, Südkorea und den USA geben. Außerdem berichtete der Almonty-CEO in den vergangenen Jahren immer wieder über spannende Marktinsides. Auch Privatanleger können sich für das IIF kostenlos anmelden.

    Kostenlos für das International Investment Forum am 20. Mai 2026 anmelden

    Fazit: KGV unter 10

    Geht es nach Analysten, geht die Rally bei der Almonty-Aktie weiter. So erwarten beispielsweise die Analysten von Cantor Fitzgerald, dass Almonty im kommenden Jahr 1,2 Mrd. CAD umsetzen wird. Der Gewinn je Aktie soll auf 3,21 CAD klettern. Bei einem aktuellen Kurs von rund 28 CAD liegt das KGV 2026 damit bei unter 10. Dabei dürften die Schätzungen auf einem Wolframpreis von deutlich unter 3.000 USD basieren. Die Analysten von GBC Research kalkulieren beispielsweise mit 1.500 USD.

    Almonty erscheint trotz der Kursrally nicht teuer. Quelle: LSEG

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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