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03.04.2024 | 06:05

Renk, Super Micro Computer, Royal Helium: AKTIEN NICHT ZU BREMSEN!

  • Rohstoffe
  • Rüstung
  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Die Aktie von Renk ist nicht zu bremsen. Auch gestern legte das Wertpapier des Rüstungskonzerns in der Spitze um 7 % zu. Die Aktie kratzt an der Marke von 40 EUR und hat sich damit seit dem Börsengang im Februar dieses Jahres mehr als verdoppelt. Während die Politik den Kurs antreibt, wird aus Sicht von Analysten die Luft langsam dünn. Jetzt also aussteigen? Die Rüstungsindustrie benötigt Helium genauso wie die Medizintechnik und Quantencomputer. Zu den wenigen börsennotierten Unternehmen aus der Branche gehört Royal Helium. Das Unternehmen vollzieht derzeit den Sprung vom Explorer zum Produzenten. Davon sollte die Aktie profitieren. Auch zur Produktion der von Super Micro Computer verbauten KI-Halbleitern wird Helium benötigt. Dass der Hunger nach KI-Rechenzentren noch lange nicht gestillt ist, zeigen Microsoft, OpenAI und Amazon. Sie wollen insgesamt über 200 Mrd. USD in neue Supercomputer investieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RENK AG O.N. | DE000RENK730 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043 , ROYAL HELIUM LTD. | CA78029U2056

Inhaltsverzeichnis:


    Royal Helium: Spannender Markt, günstige Aktie

    Helium als Rohstoffinvestment ist Ihnen nicht bekannt? Dies dürfte vielen Investoren so gehen und macht das Edelgas umso interessanter. Bis vor wenigen Jahren wurde der Preis durch die USA kontrolliert. Inzwischen regeln dies Angebot und Nachfrage. Daraufhin hat sich der Preis mehr als verdoppelt. Denn der Bedarf seitens der Wissenschaft, Medizintechnik, Halbleiter- und Rüstungsindustrie steigt. Beispielsweise müssen Quantencomputer häufig mit flüssigem Helium gekühlt werden. Aber auch die Produktion von Halbleitern und Raketen ist ohne Helium nicht möglich.

    In diesem spannenden Umfeld macht Royal Helium derzeit den Schritt vom Explorer zum Produzenten. Die Kanadier werden derzeit nur mit rund 30 Mio. EUR bewertet und gehören zu den ganz wenigen „Pure Plays“ an der Börse. In 2023 wurden die ersten beiden Bohrlöcher in Produktion gebracht. Im laufenden Jahr sollen fünf weitere Bohrlöcher folgen. Und dies ist erst der Anfang. So will Royal Helium auf seinem 400.000 ha großen Gebiet mittelfristig 39 Bohrlöcher betreiben und damit zu einem der führenden Helium-Produzenten in Nordamerika aufsteigen. Die kanadische Regierung unterstützt den Ausbau mit 3 Mio. CAD. Und mit Unternehmen aus der Raumfahrtindustrie wurden bereits Abnahmeverträge über drei Jahre und zu einem Durchschnittspreis von 538 USD pro mcf abgeschlossen.

    Auch das bei der Reinigung und Aufbereitung von Helium entstehende Kohlendioxid in Lebensmittel- und Getränkequalität kann vermarktet werden. So hat Royal Helium in der vergangenen Woche den ersten Abnahmevertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren zur Belieferung von Supermärkten im Norden der USA gemeldet. Royal Helium Präsident David Young: „Diese Vereinbarung stellt eine bedeutende Erweiterung der Wirtschaftlichkeit der ersten Anlage von Royal dar und zeigt das Engagement des Unternehmens für Wachstum und Innovation. Diese Vereinbarung bringt uns nicht nur in unserem Bestreben voran, ein diversifiziertes Angebot an Gasen mit Mehrwert zu verkaufen, sondern ist auch ein Beweis für die vielfältigen kommerziellen Produkte, die in unserer Anlage erzeugt werden und die den Aktionären mehrere wirtschaftliche Cashflow-Ströme bieten.“

    Super Micro Computer: Microsoft, Amazon und Co. investieren Milliarden

    Helium wird also auch bei Halbleitern, Quatencomputern & Co. benötigt. Aus diesen Bereichen sollte die Nachfrage weiter zunehmen. So haben verschiedene Medien am Wochenende berichtet, dass Microsoft und OpenAI das Unternehmen hinter ChatGPT, einen neuen Supercomputer aufbauen wollen. Für die Errichtung des Rechenzentrums würde Microsoft rund 100 Mrd. USD bereitstellen. Mit dem Supercomputer soll die Entwicklung Künstlicher Intelligenz vorangetrieben werden.

    Dies ist das jüngste Beispiel, dass die Nachfrage nach KI-Chips und Rechenzentren noch lange nicht zu Ende ist. Vor wenigen Wochen hatten die Analysten von J.P. Morgan mit ihrer Prognose für Aufsehen gesorgt, dass sich der Markt für "AI inferencing workloads" von 41 Mrd. USD in 2023 bis 2028 auf 283 Mrd. USD vervielfachen wird. Kritik wurde laut, dass diese Erwartungen aus der allgemeinen KI-Euphorie heraus entstanden sind und zu optimistisch seien. Doch nicht nur Microsoft nimmt Milliarden in die Hand, auch Amazon.

    So hat "Bloomberg" berichtet, dass die Amazon Cloud-Sparte AWS in den kommenden 15 Jahren rund 150 Mrd. USD in den Ausbau ihrer Rechenzentren investieren will. Damit soll die nötige Cloud-Infrastruktur für die nächste Generation an KI-Entwicklungen bereitgestellt werden. Die Suche nach Grundstücken und der nötigen Energieversorgung laufe bereits.

    Im Zuge ihrer Prognosen hatten die Analysten von J.P. Morgan die Aktie von Super Micro Computer als ihren Favoriten zum Kauf empfohlen. In den kommenden vier bis fünf Jahren könnte der Spezialist für KI-Rechenzentren im Durchschnitt um 43 % pro Jahr wachsen. Das Kursziel liegt mit 1.150 USD allerdings nicht mehr weit vom aktuellen Niveau entfernt.

    Renk-Aktie: Politik treibt den Kurs

    Einen durch und durch erfolgreiches IPO hat ohne Zweifel Renk hingelegt. Erst Anfang Februar 2024 kam der Rüstungskonzern zu 17,50 EUR an die Börse. Seitdem hat sich die Aktie mehr als verdoppelt. Auch gestern gehörte die Renk Aktie – wie die Branchenkollegen Rheinmetall und Hensoldt – zu den Tagesgewinnern am deutschen Aktienmarkt und notiert nur noch ganz knapp unter der Marke von 40 EUR. Getrieben wurden die Kurse der Branche gestern durch Aussagen von Christian Lindner. Der Bundesfinanzminister sagte, dass Deutschland in den kommenden Jahren das NATO-Ziel von 2 % des Haushalts für Verteidigung auszugeben, erreichen werde. Außerdem gebe es ab 2028 Spielraum im Haushalt, um den Wehretat um bis zu 9 Mrd. EUR aufzustocken.

    Mit dem jüngsten Anstieg wird die Luft für die Aktie jedoch dünner. Auch das höchste Kursziel von Berenberg bei 30,60 EUR wurde praktisch erreicht. Die Analysten dort sind die Renk-Optimisten und bleiben als einzige noch bei ihrer Kaufempfehlung. Bei der Deutschen Bank und Goldman Sachs ist das Wertpapier nur eine Halteposition.


    Sowohl KI- als auch Rüstungsaktien sind heiß gelaufen. Bei allen positiven Zukunftsperspektiven würde sowohl der Aktie von Renk als auch der von Super Micro eine Konsolidierung guttun. Ein Blick lohnt sich in die zweite Reihe. Royal Helium profitiert von zahlreichen Megatrends und die Aktie ist alles andere als teuer, wenn der Newsflow so positiv bleibt.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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