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22.05.2024 | 05:05

Rheinmetall Aktie kaufen! Medigene begeistert BioNTech! Nel ASA geht nach Indien!

  • biotechnologie
  • Wasserstoff
  • Rüstung
Bildquelle: BASF SE

DAX-Highflyer Rheinmetall ist zurück auf der Erfolgsspur. Nachdem die Aktie in den vergangenen Wochen konsolidierte, scheint sie jetzt reif für den nächsten Kurssprung. Getrieben wird sie von positiven Analystenkommentaren. Eine ganze Reihe positiver Nachrichten kommen von Medigene. Nach einer erfolgreichen Kapitalerhöhung und positiven Daten über ihre TCR-T-Zellen hat das Biotech-Unternehmen gemeldet, dass BioNTech die Zusammenarbeit frühzeitig verlängert. Mit diesen Nachrichten im Rücken sollte die Aktie wieder anspringen. Und was macht Sorgenkind Nel? Das Unternehmen meldet eine spannende Partnerschaft in Indien. Ist das der Turnaround?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , MEDIGENE AG NA O.N. | DE000A1X3W00 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Medigene begeistert BioNTech

    Nach einer ganzen Reihe positiver Nachrichten innerhalb von nur zwei Wochen ist die Aktie von Medigene interessanter denn je. Das Biotechnologie-Unternehmen aus Planegg bei München ist auf die Erforschung und Entwicklung von T-Zell-Immuntherapien für solide Tumore fokussiert. Mit der Therapie sollen die körpereigenen Abwehrzellen so verändert werden, dass sie Krebszellen erkennen und zerstören, ohne – wie bei einer Chemotherapie –gesunde Körperzellen zu schädigen. Anders als viele andere forschende Unternehmen erzielt Medigene bereits Umsatzerlöse. Neben der Eigenfinanzierung hat das Unternehmen im Mai 5,9 Mio. EUR eingesammelt, um die Forschung – insbesondere die Entwicklung des TCR-T-Programms MDG1015 – voranzutreiben. Die Kapitalerhöhung war überzeichnet. Seitdem gab es weitere positive Nachrichten.

    Vergangene Woche präsentierte Medigene den firmeneigenen T-Zell-Rezeptor Entdeckungsprozess zur Generierung von 3S-TCRs mit optimaler Affinität. Die vorgestellten Daten zeigten deutliche Vorteile: Mit dem kostimulatorischen Switch-Protein PD1-41BB konnten die 3S-TCR-T-Zellen verbessert und verstärkt werden und damit die immunosuppressive Mikroumgebung des Tumors überwinden. Aus Sicht von Medigene eignen sich die potenziell erstklassigen 3S-TCRs für den Einsatz in verschiedenen Modalitäten wie beispielsweise T-Zell-Engagers, TCR Natural Killer Cell Therapien und der T-Zell-Rezeptor-modifizierten T-Zell-Therapie.

    Gestern folgte dann das nächste Ausrufezeichen. So wurde die Zusammenarbeit mit BioNTech im Kampf gegen Krebs und für die Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten frühzeitig verlängert. Seit Februar 2022 arbeitet man gemeinsam an der Entwicklung von hoch differenzierten TCR-basierten Therapien für Patienten mit soliden Tumoren. BioNTech scheint mit Medigenes End-to-End-Plattform zur Entwicklung von TCR-Kandidaten sehr zufrieden zu sein. Immerhin würde der ursprüngliche Vertrag erst im Februar 2025 enden. Somit kann sich BioNTech auf weitere TCR-Kandidaten und Medigene auf weitere Einnahmen freuen.

    Rheinmetall: Kaufempfehlungen nach Zahlen

    Grund zu Freude haben auch Aktionäre von Rheinmetall – nicht nur in 2024. Nachdem der Highflyer des ersten Quartals des laufenden Jahres eine kleine Auszeit genommen hatte, scheint die Aktie nun reif für den Ausbruch nach oben.

    Vergangene Woche hatte der Rüstungskonzern gemischte Quartalszahlen gemeldet. Getrieben von der starken Nachfrage nach Munition stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal 2024 um 16 % auf 1,58 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis legte sogar um 60 % auf 134 Mio. EUR zu. Im Gesamtjahr soll der Umsatz wie bereits mitgeteilt von 7,2 Mrd. EUR auf 10 Mrd. EUR klettern. Die operative Marge will Rheinmetall von 12,8 % in 2023 auf 14 % bis 15 % verbessern. Allerdings hatten sich Börsianer wohl etwas mehr erhofft und reagierten leicht verschnupft.

    Inzwischen haben sich zahlreiche Analysten zu Wort gemeldet und sind überwiegend weiterhin von den Perspektiven des größten deutschen Rüstungskonzerns überzeugt. Der größte Rheinmetall-Bulle ist derzeit der Analyst von Hauck Aufhäuser. Auch wenn die Quartalszahlen unter seinen Schätzungen gelegen hätten, sei das Unternehmen der große Profiteur des Aufbaus der deutschen Verteidigungskapazitäten in den kommenden Jahren. Für den Analysten liegt der faire Wert der Rheinmetall-Aktie bei 680 EUR und damit sei sie ein "Buy". Auch Goldman Sachs empfiehlt, die Rheinmetall-Aktie zu kaufen und verwies insbesondere auf den starken Auftragseingang. Bei der US-Bank liegt das Kursziel bei 606 EUR.

    Nel: Kooperation in Indien

    Bei Nel ASA halten sich Analysten derzeit auffällig zurück. Immerhin meldet der Wasserstoff-Spezialist selber etwas Neues. So hat die Tochter Nel Hydrogen Electrolyser AS eine Technologielizenzvereinbarung mit der indischen Reliance Industries Limited (RIL) geschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass RIL eine Exklusivlizenz für die alkalischen Elektrolyseure von Nel in Indien erhält und darüber hinaus die Möglichkeit hat, die alkalischen Elektrolyseure von Nel weltweit für den Eigenbedarf herzustellen. Zudem wolle man künftig auch bei Leistungsverbesserungen und Kostenoptimierungen durch Forschung und Entwicklung, Value Engineering, Standardisierung und Modularisierung zusammenarbeiten. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der alkalischen Technologieplattform von Nel zu verbessern.

    Nel-CEO Håkon Volldal: "Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung ist ein großer Meilenstein in der Geschichte von Nel. Reliance ist ein beeindruckendes Unternehmen mit enormen Ambitionen als globaler Hersteller von erneuerbarem Wasserstoff, und ich bin stolz darauf, dass sie Nel als ihren Technologiepartner ausgewählt haben. Neben der Unterstützung von Reliance bei der Verwirklichung ihrer globalen Ziele erhält Nel durch diese Vereinbarung eine Einnahmequelle auf einem schnell wachsenden Markt, den Nel allein nicht hätte erreichen können."


    Trotz der jüngsten Kooperation dürfte Nel noch länger brauchen, um verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen. Dagegen könnte der Aktienkurs von Medigene schnell wieder zulegen. Das Vertrauen von BioNTech spricht für die Leistungsfähigkeit der TCR-Plattform genauso wie die überzeichnete Kapitalerhöhung. Bei Rheinmetall sieht der Auftragseingang richtig stark aus, allerdings sollten Anleger bedenken, dass im Rüstungsbereich hohe Investitionen nötig sind, um die Produktion auszubauen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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