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22.12.2025 | 04:30

Uran, Quantum oder Wasserstoff? D-Wave, Plug Power, American Atomics jetzt kaufen?

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Bildquelle: pixabay.com

Steht der Uran-Preis vor dem Sprung über die Marke von 100 USD? Dies sehen Analysten schon im kommenden Jahr. Nach einem durchwachsenden Jahr 2025 soll es jetzt deutlich nach oben gehen. Insbesondere in den USA gilt Kernenergie als wesentliche Antwort auf den Energiehunger durch den Boom bei Rechenzentren. Ein Profiteur ist American Atomics. In einem Interview beschreibt der Chef des Geheimtipps die Perspektiven. Der Hype bei Plug Power ist wieder vorbei. Hoffnungen von Anlegern auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend wurden erneut enttäuscht. Ist Besserung in Sicht? Und wie sind die Aussichten für Überflieger D-Wave Quantum? Eine Studie gibt der Branche Rückenwind.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099

Inhaltsverzeichnis:


    American Atomics: Im Herzen des Uranbooms aktiv

    Wird 2026 das Jahr des steigenden Uranpreises? Dieser hat sich zum Jahresende 2025 wieder nach oben gearbeitet. Am 19. Dezember 2025 lag der Spotpreis bei rund 80 USD je Pfund. Die Bank of America (BofA) sieht schon bald dreistellige Preise. Die Analysten halten in 2026 einen Anstieg auf 135 USD je Pfund für möglich. Grund für den Optimismus ist ein Mix aus Marktdefiziten, Nachfrageimpulsen und geopolitischen Risiken. So sieht die BofA die Versorgungssicherheit bzw. Angebotsrisiken durch weltweite Handelsrestriktionen als zentrales Thema. Außerdem betont die Bank eine strukturell steigende Nachfrage, weil Kernenergie als CO2-arme Grundlast wieder an Bedeutung gewinnt. Genährt wird der Stromhunger insbesondere durch den massiven Ausbau von Rechenzentren. Dabei setzen Betreiber wie Microsoft, Amazon und Co. auch stark auf nukleare Stromlieferverträge. Jüngstes Beispiel: Das stillgelegte Kernkraftwerk Three Mile Island im US-Bundesstaat Pennsylvania soll wieder ans Netz. Ermöglicht hat dies ein 20-jähriger Stromabnahmevertrag mit Microsoft. Zusätzlich stützt ein 1-Mrd.-USD-Darlehen des US-Energieministeriums die Finanzierung der Wiederinbetriebnahme und reduziert das Risiko für den Betreiber Constellation.

    Im Interview mit Lyndsay Malchuk vom International Investment Forum (IIF) stellte American Atomics Gründer Connor Lynch sein Unternehmen vor und ging auf die „nukleare Renaissance“ in den USA ein. Diese sei eine direkte Folge des KI-Booms. Die Hyperscaler und Rechenzentren benötigen eine verlässliche, kontinuierliche Stromversorgung. Wind- und Solarenergie können diese nicht alleine liefern können. Kernenergie werde daher zur skalierbaren, CO₂-freien Grundlastoption für Big Tech – und habe damit den Sprung von einem politisch polarisierenden Thema zu einem breiten Konsens geschafft. Lynch betont zugleich, dass der Markt derzeit zu stark auf neue Reaktoren und SMRs fokussiert sei, während die eigentlichen Engpässe im Brennstoffkreislauf liegen. Bergbau, Konversion, Anreicherung und Fertigung seien strukturell unterdimensioniert.

    Vor diesem Hintergrund skizziert Lynch, wie American Atomics positioniert ist: Das Unternehmen will entlang des gesamten Brennstoffkreislaufs von steigenden Preisen und Investitionen profitieren, wobei er vor allem mit weiter steigenden langfristigen Vertragspreisen rechnet, die zusätzliche Projekte wirtschaftlich machen und Exploration beschleunigen. Er erwartet eine Verschiebung hin zu schneller erschließbaren Lagerstätten, etwa in den kontinentalen USA und in Afrika. Entscheidend sei außerdem der politische Rückenwind in den USA. Lynch nennt beschleunigte Genehmigungen, präsidiale Maßnahmen zur Förderung des Brennstoffkreislaufs und ein neues, über den Defense Production Act gestütztes Konsortium, in dem American Atomics früh eingebunden sei und regulatorische Reformen mitgestalte. Als Beispiel führt er an, dass eine Empfehlung aus dem Konsortium – Uran als kritischer Rohstoff einzustufen – kurz darauf umgesetzt worden sei; insgesamt sieht er daher wachsende staatliche Unterstützung und eine Phase, in der erfahrene Explorer und Entwickler über neue Entdeckungen die Angebotslücke schließen können.

    Damit ist American Atomics eine interessante Aktie für 2026.

    https://youtu.be/NZEQ7_2MUgA?si=bqCgZMgPaeaWnJVc

    Plug Power: Analyst heizt die Rally weiter an

    Nach einem steilen Kursanstieg im Herbst und einem anschließenden Rückgang um 50 % läuft die Aktie von Plug Power derzeit seitwärts. Zwischenzeitlich wurde der einstige Wasserstoff-Highflyer auch als Gewinner des Energiebooms in den USA gehandelt. Inzwischen hat sie die Euphorie aber wieder gelegt.

    Zuletzt wurde ein Leuchtturmprojekt in Afrika abgeschlossen. So hat das US-Unternehmen erfolgreich ein 5-MW-GenEco-Elektrolyseursystem für das grüne Wasserstoffprojekt von Cleanergy Solutions Namibia installiert. Die Anlage in Walvis Bay ist Afrikas erste vollständig integrierte kommerzielle Anlage für grünen Wasserstoff und wird als Grundlage für die Ausweitung der Wasserstoffmobilität in Namibia und den benachbarten Märkten dienen.

    Der PEM GenEco-Elektrolyseur von Plug ist direkt in die Wasserstoffanlage von Cleanergy Solutions Namibia integriert, zu der ein 5-MW-Solarpark mit einer Fläche von mehr als 6,5 Hektar und ein 5,9-MWh-Batterie-Energiespeichersystem zur netzunabhängigen Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff gehören. Der lokal erzeugte Wasserstoff wird wasserstoffbetriebene Lkw, Hafen- und Bahnanlagen sowie kleine Schiffe im Hafen von Walvis Bay versorgen und gleichzeitig Fahrzeuge beliefern, die vor Ort für den Dual-Fuel-Betrieb mit Wasserstoff und konventionellen Kraftstoffen umgerüstet wurden.

    Durch die Kombination von erneuerbarer Stromerzeugung mit der Wasserstoffproduktion und der Betankungsinfrastruktur von Plug schafft das Projekt von Cleanergy Solutions Namibia ein vertikal integriertes Modell, das saubere Elektronen mit sauberen Molekülen verbindet und Namibias Aufstieg zu einem Wasserstoffproduktionszentrum für den Transport, den Seeverkehr und die allgemeine Dekarbonisierung der Industrie unterstützt. Das Projekt Cleanergy Solutions Namibia soll als reproduzierbares Modell für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in ganz Afrika dienen und Namibia als regionalen Marktführer in der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff mit Exportpotenzial positionieren.

    D-Wave: Quantum-Markt für Vervielfachung

    Die Aktie von D-Wave gehört zu den klaren Anlegerlieblingen im Quantum-Bereich. Rückenwind hat die Branche zuletzt von zwei Studien bekommen. So beschreibt die OECD-/EPO-Studie „Mapping the global quantum ecosystem“ den Quantensektor als reifer werdendes Ökosystem. Schritte vom frühen Hype in Richtung Skalierung und Kommerzialisierung seien erkennbar. Für die Studie wurden unter anderem Patent- und Unternehmensdaten genutzt. Demnach ist die Zahl der internationalen Patente im Quantum-Bereich seit 2014 durchschnittlich um rund 20 % pro Jahr gestiegen. Das Wachstum liege erkennbar über dem Durchschnitt im Technologie-Sektor insgesamt. In 2035 soll der globale Quantum-Markt ein Volumen von rund 93 Mrd. EUR erreichen. McKinsey schätzte den Quantum-Markt in 2024 auf 650 bis 750 Mio. USD.

    Eine Verhundertfachung des Marktes ist wahrscheinlich auch nötig, um die Bewertungen der Quantum-Aktien zu rechtfertigen. IonQ, D-Wave und Rigetti Computing kommen derzeit auf Marktkapitalisierungen von 17 Mrd. USD, 9 Mrd. USD und 7,8 Mrd. USD. Und es ist längst nicht sicher, dass die Pure Plays das Rennen machen. Vielleicht werden auch Nvidia, Alphabet oder IBM die Gewinner sein.

    Fazit

    Uran hat sich im laufenden Jahr trotz des Energiehypes in den USA schlechter entwickelt als von vielen erwartet. Doch die langfristigen Chancen stehen äußerst gut. American Atomics ist in den USA aktiv und damit äußerst interessant. Zudem ist die Aktie wohl noch ein Geheimtipp. Dagegen ist bei D-Wave schon einiges eingepreist. Wobei das Wachstum der Branche wohl gerade erst begonnen hat. Plug Power bleibt etwas für Zocker. Die Aussichten für Wasserstoff bleiben schwierig.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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