18.06.2026 | 05:30
Rüstungsfantasie und Vervielfachungspotenzial! TKMS, Heidelberger Druckmaschinen und Antimony Resources Aktie!
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Die Analysten von mwb research sehen TKMS als unterschätzte Rüstungsaktie. So stehen die Chancen auf einen Milliardenauftrag gut. Anfang Juli sollte es Gewissheit geben, ob der deutsche Rüstungskonzern den Zuschlag erhält. Selbst wenn nicht, sei die Aktie ein Kauf. Vervielfachungspotenzial sehen Analysten bei der Aktie von Antimony Resources. Und die jüngsten Bohrergebnisse des Unternehmens unterstreichen dies. Das Projekt in Kanada scheint ein Volltreffer zu sein. Heidelberger Druckmaschinen hat sich zuletzt zum Rohrkrepierer entwickelt. Die Aktie hat im laufenden Jahr rund 25 % an Wert verloren. Die jüngste Gewinnwarnung war alles andere als ein Signal für eine Trendumkehr. Dennoch empfehlen Analysten die Aktie zum Kauf. Die Rüstungsfantasie sei noch nicht eingepreist.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , HEIDELBERG.DRUCKMA.O.N. | DE0007314007
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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TKMS: Die Uhr tickt
Die Analysten von mwb research sehen TKMS als unterschätzte Rüstungsaktie. Hintergrund ist das kanadische Canadian Patrol Submarine Project mit einem erwarteten Auftragsvolumen von mehr als 12 Mrd. CAD und geschätzten Lebenszykluskosten von über 60 Mrd. CAD. Die Analysten erwarten eine Entscheidung noch vor dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara. Ein Zuschlag für TKMS wäre aus Sicht von mwb weit mehr als ein Großauftrag. Er würde die Position des Unternehmens als führender NATO-Anbieter konventioneller U-Boote untermauern, die Sichtbarkeit des Auftragsbestands bis in die 2040er-Jahre verlängern und das 212CD-Ökosystem über Deutschland und Norwegen hinaus nach Nordamerika ausweiten.
Als größter Konkurrent gilt Hanwha aus Südkorea. Dessen wichtigstes Argument sei ein schnellerer Lieferplan, was angesichts des kanadischen Zeitdrucks durchaus Gewicht habe. Dennoch sieht mwb TKMS im Vorteil. Für Kanada als NATO-Mitglied sprächen vor allem Interoperabilität, gemeinsame Ausbildungs- und Wartungsstrukturen sowie die langfristige Einbindung in nordatlantische Verteidigungsstrukturen. Während das Management die Chancen laut mwb mit 50:50 einschätzt, setzen die Analysten die Wahrscheinlichkeit eines TKMS-Erfolgs bei 70 % an. Selbst bei einer Niederlage im Bieterverfahren halten sie auf fundamentaler Basis einen fairen Wert von rund 100 EUR für gerechtfertigt. Das Anlageurteil bleibt daher „Buy“ mit einem Kursziel von 125 EUR. Derzeit befindet sich die TKMS-Aktie im Abwärtstrend und notiert bei rund 75 EUR.
Auch die Schätzungen für die kommenden Jahre zeigen, dass TKMS auf Wachstumskurs ist. Für 2026 erwartet mwb bei TKMS einen Umsatz von 2,27 Mrd. EUR und ein EBITDA von 233 Mio. EUR. 2027 sollen die Erlöse auf 2,54 Mrd. EUR und das EBITDA auf 278 Mio. EUR klettern. Für 2028 kalkulieren die Analysten mit einem weiteren Umsatzanstieg auf 2,86 Mrd. EUR und einem EBITDA von 344 Mio. EUR. Der Gewinn je Aktie soll von 1,84 EUR im laufenden Jahr bis 2028 auf 2,60 EUR zulegen.
Heidelberger Druckmaschinen: mwb rät zum Kauf, aber...
Nach der Gewinnwarnung von Heidelberger Druckmaschinen hat mwb research die Schätzungen leicht angepasst. Für die Jahre 2026 bis 2028 erwarten die Analysten ein moderates Umsatzwachstum und eine deutlich stärkere Ergebnisentwicklung. Der Umsatz soll von 2,32 Mrd. EUR im Jahr 2026 auf 2,39 Mrd. EUR im Jahr 2027 und 2,43 Mrd. EUR im Jahr 2028 steigen. Beim EBITDA rechnet mwb im gleichen Zeitraum mit einem Anstieg von 169 Mio. EUR auf 188 Mio. EUR und anschließend 204 Mio. EUR. Der Gewinn je Aktie soll sich von 0,15 EUR im Jahr 2026 auf 0,21 EUR im Jahr 2027 und 0,25 EUR im Jahr 2028 verbessern.
Insgesamt bestätigt mwb die Kaufempfehlung. Das Kursziel wurde leicht von 2,60 EUR auf 2,50 EUR reduziert. Die Aktie hat im laufenden Jahr rund 25 % an Wert verloren und notiert derzeit bei 1,53 EUR. Die Rüstungsfantasie ist der Treiber für die Kaufempfehlung von mwb research für die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen. Und diese ist in den Schätzungen noch nicht berücksichtigt.
Die Analysten sehen in der neuen Vereinbarung von ONBERG Autonomous Systems einen wichtigen strategischen Baustein für die Rüstungsfantasie bei Heidelberger. ONBERG, an dem Heidelberger 49 % hält, hat auf der ILA Berlin 2026 eine Absichtserklärung mit dem ukrainischen Drohnenspezialisten Skyeton unterzeichnet. Ziel ist es, die Produktion NATO-konformer unbemannter Flugsysteme in Europa zu skalieren. Dabei soll Skyetons im Einsatz erprobte Raybird-Aufklärungsplattform mit der industriellen Fertigungskompetenz von Heidelberger in Deutschland kombiniert werden. Finanzielle Details, Produktionsvolumina oder Margenparameter enthält die Vereinbarung zwar noch nicht, dennoch werten die Analysten sie als relevanten Schritt für die langfristige Positionierung im europäischen Verteidigungsmarkt.
Strategisch passt die Kooperation aus Sicht von mwb in den breiteren Trend, ukrainische Drohnentechnologie in die westliche Verteidigungsindustrie zu integrieren. Skyeton bringt operative Erfahrung und eine modulare Langstrecken-Aufklärungsdrohne ein, während ONBERG über skalierbare Fertigungsstrukturen, Elektronik-Know-how und den Zugang zur Präzisionstechnik von Heidelberger verfügt. Besonders interessant ist, dass die geplante Integration der Raybird-Plattform mit dem großen unbemannten Bodenfahrzeug von HDAT für Tests in der Ukraine auf eine breitere Roadmap für autonome Systeme hindeutet. Damit entwickelt sich die Defense-Story bei Heidelberger aus Sicht der Analysten zunehmend von einer bloßen Option zu einem potenziellen strukturellen Wachstumstreiber.
Antimony Resources und der kritische Rohstoff
Antimon zählt zu den Rohstoffen, die in der westlichen Sicherheits- und Verteidigungspolitik zunehmend in den Fokus rücken. Das Metall wird unter anderem in Legierungen, Spezialanwendungen, Flammschutzmitteln und militärisch relevanten Komponenten eingesetzt. Die Rüstungsindustrie braucht Antimon unter anderem für Munition, in Zünd- und pyrotechnischen Komponenten sowie in Flammschutzmitteln für Fahrzeuge, Flugzeuge, Elektronik und Schutzmaterialien. Selbst für Infrarot- und Nachtsichtsysteme ist der Rohstoff relevant. Das Problem: Die Versorgung ist angespannt. China dominiert den Markt und beschränkt immer wieder den Export. Genau deshalb gewinnen Projekte in sicheren Jurisdiktionen wie Kanada strategisch an Bedeutung. Und genau davon könnten Anleger mit der Aktie von Antimony Resources profitieren.
Mit dem Bald-Hill-Projekt im Süden der kanadischen Provinz New Brunswick scheint das Unternehmen einen echten Volltreffer zu landen. Bald Hill gilt als bekannte, hochgradige Antimonlagerstätte und könnte nach den bisherigen Daten zu den höchstgradigen Antimonprojekten Nordamerikas zählen. In der Hauptzone wurde die Mineralisierung bereits über eine Länge von rund 600 Metern und bis in eine Tiefe von mindestens 350 Metern abgegrenzt. Der NI-43-101-konforme technische Bericht aus dem Jahr 2025 beschreibt für das bisher bebohrte Zielgebiet ein konzeptionelles Explorationsziel von rund 2,7 Mio. Tonnen mit 3 % bis 4 % Antimon. Dabei ist die Hauptzone in alle Richtungen offen.
Die jüngsten Bohrergebnisse unterstreichen dieses Potenzial. Am vergangenen Dienstag meldete Antimony Resources für die Hauptzone erneut massive antimonhaltige Stibnit-Mineralisierung mit Treffern in allen Bohrlöchern. Als Stibnit bezeichnet man ein natürlich vorkommendes Antimonsulfid-Mineral, das als wichtigste Erzquelle für die Gewinnung von Antimon gilt. Besonders auffällig sind Spitzengehalte von bis zu 36,0 % Antimon in Bohrloch BHW-26-04 sowie 27,0 % Antimon in Bohrloch BH-26-15. Neben den hohen Einzelwerten sind auch die Mächtigkeiten bemerkenswert. Die Abschnitte reichen bis zu 13,2 Meter, wobei die Mineralisierung in Tiefen von bis zu 240 Metern nachgewiesen wurde.
Nach Angaben von CEO James Atkinson zielten mehrere Bohrungen im nördlichen und südlichen Bereich der Hauptzone darauf ab, die Kontinuität der Mineralisierung zu testen. Die sogenannten Scherenlöcher BHW-26-03 und BHW-26-04 durchteuften die Hauptzone von Westen und verlängerten die bekannte Antimonmineralisierung erfolgreich nach Süden.
Derzeit läuft ein mehr als 18.000 Meter umfassendes Bohrprogramm, das die Hauptzone nach Norden, Süden und in die Tiefe erweitern soll. Zusätzlich rücken neue Zonen in den Fokus, darunter die Zone Central, in der bereits mehr als 1.500 Meter gebohrt wurden. Damit könnte Bald Hill in den kommenden Monaten weiter an Substanz gewinnen und die Antimony-Aktie antreiben. Die Analysten von GBC Research trauen dem Wertpapier einen Kurs von 3 CAD zu. Derzeit notiert die Aktie bei 0,73 CAD und hat damit im laufenden Jahr rund 37 % zugelegt.
Fazit
Antimon ist nicht nur für die Rüstungsindustrie kritisch. Um davon zu profitieren, ist die Aktie von Antimony Resources eine spannende Option. Der Newsflow ist positiv und Analysten trauen der Aktie deutlich höhere Kurse zu. Auch bei Heidelberger Druckmaschinen sind Analysten bullisch. Allerdings hat das Unternehmen nicht zum ersten Mal seine Prognosen nach unten korrigiert. TKMS gehört wahrscheinlich zu den unterschätzten europäischen Rüstungsaktien. Allerdings darf die Komplexität des Schiffbaus nicht unterschätzt werden.
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