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17.07.2026 | 05:17

Siemens Energy am Ende! SMA Solar zuversichtlich! American Atomics Aktie für die Uran-Rally!

  • Energie
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Bildquelle: ki

Die Zeit scheint reif für eine Uran-Rally. Der Preis steigt wieder. Experten erwarten eine deutliche Ausweitung der weltweiten Kernkraftkapazitäten und damit des Uranbedarfs. Vor diesem Hintergrund bietet sich die Aktie von American Atomics als spekulative Depotbeimischung an. Zwei spannende Projekte in den USA sollten im zweiten Halbjahr Newsflow generieren und die Aktie antreiben. Bis Atomkraftwerke den Energiebedarf der Künstlichen Intelligenz decken können, setzen Rechenzentren auf Gaskraftwerke. Darauf beruht der Erfolg von Siemens Energy. Eine der eindrucksvollsten deutschen Wachstumsgeschichten der vergangenen Jahre soll künftig unter einem Fantasienamen weitergehen. Ein Comeback feiert SMA Solar. Im Interview erläutert der CEO, wie das Solarunternehmen positioniert ist und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 | CSE: NUKE , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , SMA SOLAR TECHNOL.AG | DE000A0DJ6J9

Inhaltsverzeichnis:


    American Atomics: Newsflow sollte Aktie antreiben

    Ist die Zeit reif, um in den Uranmarkt zu investieren? Es gibt jedenfalls kurzfristige und langfristige Signale, die dafür sprechen. TradeTech erhöhte seinen Preisindikator Ende Mai 2026 auf 95 USD je Pfund U₃O₈. Damit lag der Wert 20 USD über dem Niveau des Vorjahres. Als wesentliche Treiber gelten die wachsende Nachfrage der Energieversorger und eine höhere Aktivität bei langfristigen Lieferverträgen. Bereits im ersten Quartal hatte sich gezeigt, dass Versorger wieder offensiver am Markt auftreten und sich frühzeitig Uranmengen sichern.

    Auch strukturell spricht vieles für anhaltenden Rückenwind. Die World Nuclear Association warnt davor, dass der Uranbedarf schneller steigen könnte, als neue Minen in Produktion gehen. Ohne zusätzliche Investitionen, längere Laufzeiten bestehender Minen und schnellere Genehmigungsverfahren könnte sich die Versorgungslücke vergrößern. Gleichzeitig dürfte der Ausbau der Kernenergie die Nachfrage weiter antreiben. Im Referenzszenario soll der jährliche Uranbedarf der Reaktoren von rund 68.920 Tonnen im Jahr 2025 auf mehr als 150.000 Tonnen im Jahr 2040 steigen. Die IEA rechnet zudem damit, dass die weltweite Kernkraftkapazität bis 2050 um mehr als 50 % zulegen könnte.

    Vor diesem Hintergrund bietet sich American Atomics als spekulative Depotbeimischung an. Während etablierte Produzenten wie Cameco bereits deutlich zugelegt haben, notieren viele Explorer weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Aktie von American Atomics war Ende 2025 kräftig unter Druck geraten und bewegt sich seitdem seitwärts. Operativ verfolgt das Unternehmen eine vertikal integrierte Strategie für den nordamerikanischen Uranmarkt. Diese reicht von Exploration und Förderung bis hin zu Aufbereitung, Konversion und Anreicherung. Im Mittelpunkt steht das Big-Indian-Projekt in Utah, wo das Management Hinweise auf ein sogenanntes „Mirror Deposit“ sieht. Sollte sich diese Annahme bestätigen, könnte es sich um eine der größeren bislang unerschlossenen Uranlagerstätten der USA handeln. Bohrungen sind noch in diesem Jahr vorgesehen.

    Zusätzliche Substanz bringt das im April vollständig übernommene Blue-Streak-Projekt in Colorado. Das Areal umfasst 194 Claims im traditionsreichen Uravan Mineral Belt und liegt in einer Region mit historischer Uran- und Vanadiumförderung. Eine erste NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung weist für den zentralen Projektbereich 29.000 Short Tons in den Kategorien „Measured“ und „Indicated“ mit durchschnittlich 0,189 % eU₃O₈ aus. Hinzu kommen 4.300 Short Tons „Inferred“-Ressourcen mit 0,177 % eU₃O₈. American Atomics arbeitet bereits an den Genehmigungen für eine mögliche Wiederaufnahme des Bergbaus. Damit verfügt das Unternehmen über zwei spannende Projekte, bei denen in der zweiten Jahreshälfte viel Newsflow zu erwarten ist. Dies könnte zu einer Rally bei der Aktie führen.

    https://youtu.be/hV9aODV4TbU?si=_PxhJH_dmcR7FH_R

    Siemens Energy am Ende

    Siemens Energy wird verschwinden. Nicht das Unternehmen, aber der Name. So hat das Unternehmen mitgeteilt, dass es den Wechsel zu einer eigenständigen Marke vorbereitet. Künftig sollen Siemens Energy und Siemens Gamesa Renewable Energy unter dem gemeinsamen Namen Omterra auftreten. Die Umfirmierung soll noch in diesem Kalenderjahr beginnen und schrittweise umgesetzt werden. Hintergrund ist der zeitlich begrenzte Lizenzvertrag mit der früheren Muttergesellschaft: Siemens Energy durfte den Namen „Siemens“ nicht kostenlos nutzen, sondern musste für die Markenrechte bezahlen.

    Nach Angaben von Vorstandschef Christian Bruch sieht sich der Konzern strategisch, operativ und finanziell inzwischen gut aufgestellt. Die neue Marke soll die internationale Ausrichtung, die technologische Kompetenz und den Anspruch auf eine verlässliche globale Energieversorgung widerspiegeln. Für Kunden, Geschäftspartner und Beschäftigte ändert sich an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens nichts.

    Ganz ohne Wehmut dürfte der Abschied vom Namen Siemens dennoch nicht verlaufen. Schließlich zählt Siemens Energy zu den eindrucksvollsten deutschen Wachstumsgeschichten der vergangenen Jahre und hat sich unter dieser Marke international große Strahlkraft erarbeitet. Der Name steht inzwischen nicht nur für die Herkunft aus dem Siemens-Konzern, sondern auch für den erfolgreichen Turnaround und die starke Position des Unternehmens im globalen Energiemarkt.

    SMA Solar zuversichtlich

    SMA Solar hat sich in den vergangenen Jahren ein Stück weit neu erfunden. Dies beschreibt CEO Jürgen Reinert im Interview mit dem "pv magazine". Demnach hat sich das Geschäftsmodell des Wechselrichterherstellers in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Inzwischen entfallen rund 80 % des Umsatzes auf das Large-Scale-Geschäft, während Home & Business etwa 20 % beisteuert. Gleichzeitig betont Reinert, dass SMA das kleinere Anlagensegment wieder offensiver angeht. Im ersten Quartal sei dieser Bereich im Jahresvergleich um 27 % gewachsen. Mit neuen Hybridwechselrichtern, Batteriespeichern, einem überarbeiteten Energiemanagementsystem und einer einfacheren Inbetriebnahme soll die Sparte nach der Restrukturierung wieder an Dynamik gewinnen.

    Mit Blick auf mögliche Änderungen bei der Einspeisevergütung erwartet SMA keinen dramatischen Einbruch des Heimmarktes. Nach Einschätzung des Managements gewinnen Eigenverbrauch und Autarkie gegenüber der klassischen Förderung weiter an Bedeutung. Genau darauf sei das neue Produktportfolio ausgerichtet. Kurzfristig hält Reinert sogar Vorzieheffekte für möglich, falls Kunden Investitionen vor regulatorischen Änderungen umsetzen. Positiv bewertet SMA zudem die strengeren europäischen Anforderungen an Cybersicherheit und die stärkere Berücksichtigung europäischer Hersteller bei geförderten Projekten. Das Unternehmen verweist auf Produktionskapazitäten von rund 40 GW pro Jahr, die sich innerhalb von sechs bis zwölf Monaten verdoppeln ließen.

    Für die weitere Entwicklung zeigt sich das Management zuversichtlich. SMA will seine Wechselrichterfertigung bewusst in Europa halten, während die Software vollständig unter eigener Kontrolle bleibt und die Daten ausschließlich in Europa gehostet werden. Die Endmontage im Home-&-Business-Bereich soll größtenteils im Werk in Krakau erfolgen, während Entwicklung und Produktion im Large-Scale-Geschäft vollständig in Deutschland bleiben. Für 2026 rechnet Reinert mit Wachstum in beiden Segmenten und einem profitablen Gesamtunternehmen. Der Home-&-Business-Bereich soll 2027 ebenfalls wieder schwarze Zahlen schreiben.

    Die SMA-Aktie ist im laufenden Jahr um 68 % gestiegen. Derzeit notiert das Wertpapier bei rund 60 EUR und damit auf dem höchsten Niveau seit Mitte 2024. Jefferies traut der Aktie noch mehr zu und empfiehlt sie zum Kauf. Das Kursziel haben die Analysten zuletzt von 74 EUR auf 80 EUR angehoben.


    Fazit

    Für die Uran-Rally bietet sich American Atomics als spekulative Depotbeimischung an. Der Explorer verfügt über zwei spannende Projekte in den USA. Im zweiten Halbjahr sollte es regelmäßigen Newsflow geben. Dieser könnte die Aktie aus der Seitwärtsbewegung nach oben ausbrechen lassen. Es ist schon etwas schade, dass der Name Siemens Energy weichen wird. Hoffentlich ist es kein böses Omen für das Ende der Erfolgsstory. Laut Analysten hat die Aktie von SMA Solar weiterhin Potenzial, ist in diesem Jahr allerdings auch schon gut gelaufen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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