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26.06.2024 | 05:05

SMA Solar schockt! Nel mit Partnerschaften! Kraken Energy Aktie könnte von Milliardär Bill Gates profitieren!

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Bildquelle: pixabay.com

Während die Aktie von Siemens Energy, angetrieben von einem neuen Milliardenauftrag aus Saudi-Arabien, Richtung Jahreshoch marschiert, tun sich viele andere Energieaktien – insbesondere aus dem Bereich der CO2-neutralen Quellen – schon das ganze Jahr schwer. Ist jetzt die Zeit gekommen, um bei am Boden liegenden Aktien antizyklisch zuzugreifen? SMA Solar hat nach der Gewinnwarnung ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Was sagen die Analysten? Nel ASA ist der Befreiungsschlag mit der Abspaltung der Tochter Cavendish Hydrogen noch nicht gelungen. Mit einem fokussierten Geschäftsmodell setzen die Norweger auf starke Partner. Bei Kraken Energy bietet sich derzeit eine spannende Einstiegschance. Milliardär Bill Gates sorgt mit dem Bau eines neuen Atomkraftwerks in den USA für Schlagzeilen. Davon könnte auch Uran-Spezialist Kraken Energy profitieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: KRAKEN ENERGY CORP | CA50075X1024 , SMA SOLAR TECHNOL.AG | DE000A0DJ6J9 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Kraken Energy: Bill Gates braucht Uran

    Weltweit wird auf Atomenergie als klimafreundliche Quelle für den Energiemix der Zukunft gesetzt. Beispielsweise investiert China zwar auch massiv in Erneuerbare Energien wie Wind und Solar, aber eben auch in zahlreiche neue Kernreaktoren. In den USA soll die nächste Generation von Atomkraftwerken entstehen. Neben relativ kleinen Modellen sind auch kostengünstige und effiziente geplant. Dabei mischt auch Bill Gates mit. Der Milliardär und Microsoft-Gründer hat vor einigen Jahren das Unternehmen TerraPower gegründet und jetzt seine Pläne für den Bau eines modernen Kernkraftwerks vorgestellt. Es soll im US-Bundesstaat Wyoming errichtet werden und unter anderem soll zur Kühlung Natrium statt Wasser genutzt werden. Ans Netz gehen soll es im Jahr 2030. Bis dahin muss noch geklärt werden, woher der Uranbrennstoff kommen wird. Russland schließt man als Lieferanten explizit aus. Stattdessen will man neben Südafrika und Großbritannien insbesondere auf Vorkommen in den USA und Kanada setzen. Und damit kommt Kraken Energy ins Spiel.

    Das Unternehmen entwickelt derzeit vier hochgradige Uran-Projekte in den USA. Die Liegenschaften befinden sich in den US-Bundesstaaten Nevada und Utah. Drei Projekte haben in der Vergangenheit bereits Uran produziert und mit neuer Technologie und bei höheren Preisen lohnt sich eine Wiederbelebung.

    Insbesondere das Apex-Projekt steht derzeit im Fokus des Unternehmens und sorgt für positive Schlagzeilen. Apex war in der Vergangenheit die größte Uranmine in Nevada und wird jetzt von Kraken wiederbelebt. Im August sollen die Bohrungen beginnen und damit dürfte die Aktie in Schwung kommen. In den Abschnitten wurden bereits starke Radonanomalien und hohe magnetische Anomalien nachgewiesen. Diese korrelieren gut mit den bekannten hochgradigen, oberflächennahen Uranmineralisierungen, wie das Unternehmen mitteilte.

    Das Marktumfeld für eine Uranproduktion in den USA könnte kaum besser sein und hat mit Bill Gates einen sehr prominenten Befürworter. Dennoch notiert die Kraken-Aktie mit 0,07 EUR deutlich unter ihrem Jahreshoch bei 0,18 EUR. Grund ist eine laufende Kapitalmaßnahme. Damit bietet sich Anlegern eine spannende Einstiegsgelegenheit.

    Nel setzt auf Partner wie General Motors und Reliance

    Zwischen April und Mai hatte sich die Nel-Aktie nahezu verdoppelt. Doch dies war wohl nur ein Zwischenhoch. In den vergangenen vier Wochen hat das Wertpapier des Wasserstoff-Spezialisten fast 30 % verloren. Der erhoffte Befreiungsschlag für die Aktie aufgrund der Abspaltung der Tochter Cavendish Hydrogen ist also ausgeblieben. Seit wenigen Tagen notiert Cavendish Hydrogen an der Börse und erlebt eine Achterbahnfahrt. Nach einem Anstieg auf 3,30 EUR ging es wieder auf 2 EUR runter. Gestern legte die Cavendish-Aktie dann wieder um über 20 % zu. Das Unternehmen wird sich auf die Entwicklung von Wasserstoffbetankungsanlagen für schwere Nutzfahrzeuge konzentrieren.

    Und so sieht die neue Nel aus: Das Unternehmen beschäftigt 450 Mitarbeiter in Norwegen und den USA und will sich auf die Entwicklung der energieeffizientesten und zuverlässigsten Elektrolyseure der Branche in großem Maßstab fokussieren. Neben der Weiterentwicklung und Verbesserung seiner bestehenden PEM- und atmosphärisch-alkalischen Elektrolyseure investiert Nel stark in die nächste Generation von druckbasierten und PEM-Technologien. Bei der Entwicklung von PEM-Elektrolyseuren der nächsten Generation arbeitet man mit General Motors zusammen. Nel hat sich außerdem eine Finanzierung durch das US-Energieministerium gesichert, um seine AEM-Elektrolyseurtechnologie weiterzuentwickeln.

    Und dann ist da noch die Zusammenarbeit mit Indiens größtem Privatunternehmen Reliance Industries. Durch die Partnerschaft erhält Nel Zugang zu einem schnell wachsenden Markt und kann den weltweiten Bedarf von Reliance an Elektrolyseuren decken. Nel hat sich auch mit einer Handvoll EPC-Unternehmen (Engineering Procurement and Construction) zusammengetan, um schlüsselfertige 100-MW-Bausteine anzubieten. Diese sollen in Kürze auf den Markt kommen.

    SMA: Nach Gewinnwarnung Kursziel mehr als halbiert

    An der Aktie von SMA Solar hatten Anleger in den vergangenen Monaten keine Freude. Trotz des weltweiten Booms von Photovoltaikanlagen stecken fast alle Hersteller in der Krise bzw. verdienen kaum Geld. Auch der deutsche Wechselrichter-Anbieter SMA Solar hat mit einer Reduzierung seiner Jahresprognose überrascht. Grund für die Anpassung der Prognose sei neben einem anhaltend volatilen Markt der verzögerte Anstieg des Auftragseingangs infolge der weiterhin hohen Lagerbestände bei Distributoren und Installateuren. Hinzu komme eine neue Unsicherheit im Markt durch den Ausgang der Europawahlen und die am 5. November anstehenden Wahlen in den USA.

    Doch auch nach dem Kursrückgang von fast 50 % innerhalb von nur vier Wochen sind Analysten weiterhin skeptisch. Die Kursziele liegen zwar häufig deutlich über dem aktuellen Niveau der Aktie bei rund 28 EUR, dennoch raten die Experten nicht zum Kauf. Zuletzt hat sich Deutsche Bank Research geäußert und die Einstufung "Halten" bestätigt. Die aktuelle Marktentwicklung bleibe für den Wechselrichterhersteller erstmal schwierig. Daher sei man kurzfristig vorsichtiger. Dennoch blieb das Kursziel bei 40 EUR.

    Deutlich enttäuschter zeigten sich die Analysten der DZ Bank. Nachdem sich das SMA-Management im ersten Quartal noch zuversichtlich gezeigt hatte, habe die deutliche Gewinnwarnung überrascht. Dies habe das Investorenvertrauen spürbar beschädigt. Auch die Analysten reduzierten ihre Erwartungen für das laufende und das kommende Jahr. Die Einstufung wurde von "Kaufen" auf "Halten" angepasst. Das Kursziel für die SMA-Aktie haben die Analysten von 66 EUR auf 30 EUR mehr als halbiert.


    Trotz des Booms der Erneuerbaren Energien kommen die Aktien aus dem Segment nicht vom Fleck. Bei Nel und SMA Solar ist kein Trigger für eine schnelle Erholung in Sicht. Anders bei Kraken Energy. Wenn die Kapitalmaßnahme durch ist, könnte es schnell in Richtung des alten Jahreshochs gehen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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