Menü schließen




19.05.2021 | 05:00

Steinhoff, Scottie Resources, Barrick Gold: Hier lauert dynamisches Wachstum

  • Wachstum
Bildquelle: pixabay.com

Smallcaps bieten große Wachstumschancen. Das besagen wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen rund um den Size-Faktor. Je kleiner ein Unternehmen ist, desto eher fallen operative Veränderungen ins Gewicht. Das kann letztlich sogar dazu führen, dass sich Aktien vervielfachen. Wer bei solchen Werten auf einem niedrigen Niveau einsteigt, hat gute Chancen auf attraktive Renditen. Wir erklären, bei welchen kleinen Werten aktuell Potenzial bestehen könnte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA81012R1064 , NL0011375019 , CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    Steinhoff: Wer investiert in Möbel?

    Die Aktie von Steinhoff ist seit Monaten so etwas wie der Anleger-Liebling. Warum? Die Aktie ist günstig und handelt aktuell bei rund 0,11 EUR. Vor einigen Jahren erschütterte ein Bilanzskandal den Möbelkonzern. Seitdem befindet sich das Unternehmen in einem Rechtsstreit. Verärgerte Investoren wollen Geld von Steinhoff. Steinhoff will und kann nicht bezahlen. Inzwischen ringen beide Parteien um eine Lösung. Ein Vergleich liegt in der Luft. Immer wieder gibt es Wasserstandsmeldungen und juristische Interpretationen rund um den Fall. Mal geben Versicherungen positive Signale, ein anderes Mal realisiert Steinhoff fische Mitte aus dem Verkauf von Beteiligungen. Die Annahme vieler Anleger rund um die Aktie ist klar: Sofern der Rechtsstreit beigelegt ist, kann Steinhoff wieder befreit aufnahmen. Doch kommt es wirklich soweit?

    Selbst ein Vergleich mit den Klägern dürfte für Steinhoff teuer werden. Zwar ist Planungssicherheit an der Börse ein hohes Gut, doch sollten sich Anleger fragen, was nach einem möglichen Ende des Rechtsstreits kommt. Wird Steinhoff den Markt mit seinem operativen Geschäft überzeugen und für Wachstum sorgen? Eher nein. Die meisten Anleger von Steinhoff hätten ohne den bestehenden Rechtsstreit einen weiten Bogen um den Möbel-Wert gemacht. Die Story erinnert ein wenig an den deutschen Küchenbauer Alno vor einigen Jahren. Damals lag über Monate ein Turnaround in der Luft – bis das Unternehmen letztlich doch vom Markt ging. Küchen und auch Möbel im Allgemeinen sind kein spannendes Anlagethema. Auch ein Rechtsstreit ist eigentlich eher ein Grund, eine Aktie zu verkaufen. Die Steinhoff-Story überzeugt aktuell kaum noch Anleger. Die Luft ist raus.

    Scottie Resources: Gut positionierter Player im „Goldenen Dreieck"

    Am Boden ist auch die Aktie des kanadischen Gold-Unternehmens Scottie Resources. Seit dem vergangenen Sommer hat der Wert in Deutschland von 0,33 EUR auf 0,14 EUR korrigiert. Doch im Gegensatz zu Steinhoff befindet sich Scottie nicht in einem milliardenschweren Rechtsstreit und verkauft auch keine Möbel. Scottie Resources ist ein Explorationsunternehmen rund um Gold. Scottie ist in den vergangenen Wochen zu einem wichtigen Player im Goldenen Dreieck des kanadischen Distrikts British Columbia geworden und hat mittels eines Aktientauschs AUX Resources übernommen. AUX Resources war in der selben Region aktiv und die bestehenden Liegenschaften ergänzen sich. Weiterhin nahm Scottie Resources zuletzt frisches Kapital auf und freut sich über 5,4 Mio. CAD in der Kasse.

    Dank der Übernahme von AUX Resources und des frischen Kapitals, kann Scottie mit den Bohrungen beginnen und die Liegenschaften im Goldenen Dreieck weiter voranbringen. Erst kürzlich betonte Scottie-CEO Bradley Rourke, dass die Übernahme von AUX kein Schnellschuss, sondern ein wohlüberlegter Schritt war – schon zuvor gab es zwischen beiden Unternehmen auch personelle Überschneidungen. Rourke ist sich sicher, dass Scottie Resources für alle größeren Unternehmen, die neu ins Goldene Dreieck kommen, interessant sein könnte. Die Aktie ist angesichts der Konsolidierung des Kurses und des steigenden Goldpreises vielversprechend. Während die Kurse von Gold-Produzenten angesichts der steigenden Goldpreise bereits angesprungen sind, könnten kleinere Entwickler Nachzügler sein.

    Barrick Gold: Was kommt da noch?

    Dass Gold am Markt wieder ein Thema ist, kann man auch am Kursverlauf von Barrick Gold ablesen. Allein in den vergangenen fünf Tagen ging es für das Dickschiff im Sektor um mehr als 5% nach oben. Doch wie aussichtsreich ist die Aktie wirklich? Innerhalb des vergangenen Jahres büßte der Wert knapp 20% ein. Im vergangenen Jahr monierten Investoren, Barrick würde zu wenig investieren. Tatsächlich verfügte das Unternehmen über einen großen freien Cashflow. Da aber keine Zukäufe folgten, wurden Aktionäre unruhig und ließen sich auch von einer Sonderdividende nicht überzeugen.

    Barrick Gold ist an sich ein solides Basis-Investment. Die Aktie klebt aber am Goldpreis und steigt nur unwesentlich stärker. Erst ein Zukauf könnte der Aktie wieder Fantasie einhauchen. Da das aber bereits 2020 nicht geklappt hat, sollten Anleger zunächst abwarten. Bessere Chancen könnten dagegen kleinere Gesellschaften, wie etwa Scottie Resources, bieten. Hier investieren Anleger zwar nicht in zahlreiche produzierende Minen, aber in ein aussichtsreiches Landpaket. Die Aktie von Scottie Resources ist mit rund 20 Mio. EUR bewertet und bietet damit die Chance auf Kursdynamik.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 07.02.2022 | 06:33

    Meta, Desert Gold, Amazon: Von gutem und schlechtem Wachstum

    • Wachstum

    Wachstumsunternehmen sind out – so behaupten es zumindest viele Börsenkommentatoren in diesen Tagen. Doch kann eine der wichtigsten Triebfedern für hohe Renditen am Aktienmarkt überhaupt ihre Attraktivität einbüßen? Wir erklären, was mit dem Spruch rund um Wachstumsunternehmen gemeint ist und zeigen auf, wo auch heute noch Chancen auf Wachstum bestehen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 29.09.2021 | 05:00

    Rheinmetall, Almonty Industries, Siemens Healthineers: Hier stehen die Zeichen auf Wachstum

    • Wachstum

    Im Jahr 2019 haben die Staaten der Welt satte 1.917 Mrd. USD für die Rüstung ausgegeben. Das ist so viel wie seit 1988 nicht, betont das Internationale Friedensforschungsinstitut in Stockholm. Deutschland steigerte seine Ausgaben dabei so stark, wie kein anderes Land. Die Vorfälle in Afghanistan haben gezeigt, dass es von großer Bedeutung ist, handlungsfähig zu sein, will man auf internationalem Parkett eine Rolle spielen. Dass auch die Gesundheit eine globale Dimension einnehmen kann, zeigt die Pandemie. Auch hier erwarten Experten steigende Ausgaben. Grund genug, bekannte Vertreter beider Branchen näher unter die Lupe zu nehmen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 10.09.2021 | 05:00

    Daimler, Aztec Minerals, Varta: So gelingen Wachstums-Investments

    • Wachstum

    Neue Technologien krempeln gerade die Wirtschaft um. Der Siegeszug der Elektroautos ist beschlossene Sache und auch Gebäude werden schon bald weitgehend klimaneutral sein. In erster Linie bringen Autobauer, Hersteller von Photovoltaikanlagen und Energiespeicher diese Entwicklung voran. Doch es gibt weitere Profiteure, die vom Markt aktuell wenig beachtet werden. Wir stellen drei Titel vor.

    Zum Kommentar