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01.11.2024 | 05:05

Übernahmefieber und Kaufempfehlung! Evotec, Nel ASA, Barrick Gold, Desert Gold Aktie

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Bildquelle: pixabay.com

Ein heißer Übernahmekandidat im Goldsektor ist Desert Gold. In Westafrika soll 2025 die Goldproduktion starten. Gut möglich, dass bis dahin einer der Goldkonzerne zuschlägt. Denn nach den enttäuschenden Quartalszahlen von Barrick Gold und Newmont werden die Rufe nach Übernahmen lauter. Analysten sehen jedenfalls deutliches Kurspotenzial. Im Biotech-Sektor wird Evotec immer wieder als Übernahmekandidat gehandelt. Das Kerngeschäft gilt als äußerst attraktiv und der neue Chef wird im laufenden Jahr hoffentlich alle Altlasten beseitigen. Kommende Woche wird es spannend! Und dann ist da noch Nel. Operativ läuft es bei dem einstigen Wasserstoffstar nicht. Kann die Zusammenarbeit mit einem potenziellen Käufer die Wende bringen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809

Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold: Kaufempfehlung und steigende Übernahmefantasie

    Desert Gold ist wohl ein Übernahmekandidat wie aus dem Bilderbuch. Auf dem insgesamt 440 km² großen Areal in Westafrika soll im kommenden Jahr die Goldproduktion starten. Zudem befindet sich das Projekt strategisch günstig zwischen bekannten Goldkonzernen wie B2Gold, Barrick Gold und Endeavour Mining. Insbesondere bei Barrick Gold und Newmont werden die Rufe nach Übernahmen lauter. Denn trotz eines Goldpreises auf Rekordhoch haben die beiden Branchenschwergewichte im letzten Quartal enttäuscht. Da würde ein Projekt kurz vor Produktionsstart – wie bei Desert Gold – hervorragend passen.

    Desert Gold verfügt derzeit über eine Goldressource von 1,1 Mio. Unzen. Diese wird beim aktuellen Aktienkurs lediglich mit knapp über 10 USD je Unze bewertet. Und das Goldvorkommen dürfte deutlich größer sein, da bisher erst 5 von 27 Goldzonen analysiert wurden. Während die Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) derzeit erstellt wird, hat das Desert-Management Eckdaten für die Produktion genannt. Demnach soll die Goldproduktion bereits im zweiten Halbjahr 2025 in zwei Tagebau-Minen mit insgesamt ca. 200.000 Unzen starten. Aufgrund des effizienten Abbaus durch Haufenlaugung sollen die Produktionskosten pro Unze Gold im Bereich von 800 bis 1.300 USD liegen. Zur Einordnung: Bei einem aktuellen Goldpreis von über 2.700 USD je Unze sollte die Gewinnmarge also bei über 50 % liegen. Die Produktion würde es Desert Gold ermöglichen, weitere Abschnitte zu erkunden, eine Dividende auszuschütten und/oder eigene Aktien zurückzukaufen. Also ist die Aktie auch ohne eine Übernahme äußerst interessant.

    Dies bestätigen auch die Analysten von GBC Research und empfehlen die Aktie von Desert Gold zum Kauf. Das Kursziel der Experten liegt bei 0,31 USD. Dieser faire Wert basiert auf einem Goldpreis von rund 2.300 USD – aktuell sind es über 2.700 USD. Derzeit notiert die Aktie von Desert Gold bei 0,08 USD. Hier zum vollständigen Research.

    Evotec: Am 6. November anschnallen

    Komplexer als bei Desert Gold wäre die Situation für einen Käufer bei Evotec. Nach den massiven Problemen im laufenden Jahr ist immer noch unklar, welche Altlasten das Biotech-Unternehmen noch mit sich rumschleppt. Klarheit könnte der Quartalsbericht bringen. Dieser soll am 6. November veröffentlicht werden. Dann erwarten Anleger und Analysten, dass der neue CEO Details zur Neuausrichtung geben wird und auch Planzahlen für die kommenden Jahre nennt. Sollte absehbar werden, dass die Altlasten beseitigt sind und der Gewinn wieder steigen wird, wäre die Aktie auch wieder für Pharma- und Biotech-Konzerne interessant. Denn die Marktkapitalisierung von 1,27 Mrd. EUR sollte nicht abschrecken.

    Dass Evotec am 6. November schwache Zahlen präsentieren wird, glaubt auch Warburg Research. Die Analysten empfehlen die Aktie zwar weiterhin mit "Buy" und einem Kursziel von 14 EUR (aktueller Kurs liegt knapp über 7 EUR), aber für das dritte Quartal wird wohl ein kräftiger Gewinneinbruch gemeldet werden. Der Umsatz wird leicht rückläufig erwartet. Künftig will Evotec einen stärkeren Fokus auf die Profitabilität legen, auch wenn dies geringeres Umsatzwachstum bedeutet. Eine Wachstumsstory ist die Aktie also erstmal nicht.

    Nel: Rettung aus Indien?

    Von Profitabilität ist Nel leider noch ein großes Stück entfernt – trotz großer Anstrengungen und Ankündigungen in den vergangenen Jahren. Die letzten Quartalszahlen haben erneut enttäuscht. Die Norweger bekommen die Verluste nicht in den Griff und der schwache Auftragseingang zeigt, dass künftig auch noch das Wachstum schwächeln dürfte. Auch die Abspaltung der Tochter Cavendish Hydrogen hat nicht für den erhofften Befreiungsschlag gesorgt.

    Die Hoffnung für Aktionäre liegt fast ausschließlich in einer Übernahme des einstigen Wasserstoff-Highflyers. Immerhin gibt es schon einen potenziellen Käufer. So haben die Norweger im ersten Halbjahr 2024 die Zusammenarbeit mit Indiens größtem Privatunternehmen Reliance Industries vermeldet. Durch die Partnerschaft erhält Nel Zugang zu einem schnell wachsenden Markt und soll den weltweiten Bedarf von Reliance an Elektrolyseuren decken. Seit Bekanntgabe der Zusammenarbeit kommen immer wieder Übernahmegerüchte auf, auch wenn es derzeit an dieser Front ruhig ist. Auch dass noch kein gemeinsames Projekt oder ein Update zu Erfolgen in Indien gemeldet wurde, spricht nicht für eine schnelle Übernahme.


    Fazit

    Desert Gold dürfte der attraktivste Übernahmekandidat der drei vorgestellten Kandidaten sein. Zumal die bevorstehende Goldproduktion die Aktie auch bei einer Eigenständigkeit antreiben dürfte. Bei Evotec sollten Anleger jedenfalls Geduld mitbringen. Der Kern des Unternehmens ist attraktiv. Wenn man sich von den Altlasten befreit hat, sollte die Aktie steigen, sonst kommt es früher oder später zur Übernahme. Sollte bei Nel doch eine Übernahme kommen, kann aufgrund der operativen Entwicklung nicht mit einer großen Prämie gerechnet werden. Daher drängt sich bei Nel kein Kauf auf.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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