11.03.2026 | 04:30
US-Präsident Trump und die KI-Hyperscaler! Siemens Energy, Nordex und Stallion Uranium Aktie.
Die großen KI-Konzerne in den USA übernehmen bei der Energieversorgung ihrer Rechenzentren noch mehr Verantwortung. Beim jüngsten Treffen mit Präsident Donald Trump waren sich Microsoft, Alphabet, Meta und Co. einig, dass der Boom nicht zulasten der Privathaushalte gehen darf. Davon profitiert derzeit Siemens Energy stark. Gaskraftwerke sind für die Hyperscaler derzeit die erste Wahl bei der Stromversorgung. Gleichzeitig setzen alle auf Atomenergie. Das benötigte Uran sollte möglichst aus Nordamerika kommen. Damit wird die Aktie von Stallion Uranium für Anleger interessant. Reger Newsflow sollte die Aktie im laufenden Jahr antreiben. Bei Nordex lässt der Rückenwind derzeit nach. Zumindest die Aktie scheint zu konsolidieren. Analysten finden lobende Worte und operativ läuft es rund.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
STALLION URANIUM CORP | CA8529192087 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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KI-Hyperscaler übernehmen Energieversorgung und Siemens Energy profitiert
Die großen KI-Konzerne in den USA übernehmen bei der Energieversorgung ihrer Rechenzentren noch mehr Verantwortung. Beim jüngsten Treffen mit Präsident Donald Trump wurde noch einmal unterstrichen, dass die Stromversorgung neuer KI-Campus über eigene Kapazitäten erfolgen soll. Damit soll verhindert werden, dass die Strompreise in diesen Regionen auch für Privathaushalte steigen. Konkret geht es darum, dass Hyperscaler neue Erzeugungskapazitäten, Netzanbindungen und Sondervereinbarungen mit Versorgern finanzieren, damit steigende Lasten aus dem Datenzentrumsausbau nicht einfach auf die Stromrechnungen der Anwohner umgelegt werden. Der politische Druck ist hoch, denn in vielen US-Regionen wächst der Widerstand gegen neue Rechenzentren aus Sorge vor höheren Strompreisen und einer Überlastung der Netze.
Für Energieunternehmen ist das eine Steilvorlage. Wenn Big Tech eigene Kraftwerkskapazitäten, Netzinfrastruktur und schnelle Anbindungslösungen aufbaut, profitieren Anbieter von Turbinen, Netztechnik und Energietechnik. Genau das treibt Siemens Energy an. "Reuters" berichtete zuletzt, dass der Konzern bereits stark von der KI-getriebenen Nachfrage nach Großturbinen und Netztechnik profitiert und allein in den USA rund 20 Gigawatt an Aufträgen und Reservierungen im Umfeld von Rechenzentren sieht. Die Aktie des deutschen Konzerns hat allein im laufenden Jahr bereits über 20 % zulegen können, obwohl sie zuletzt um rund 10 % konsolidiert hat.
Während Siemens Energy derzeit insbesondere von der starken Nachfrage nach Gaskraftwerken profitiert, forcieren die Hyperscaler mit Hochdruck den Ausbau der Kernenergie. Schließlich benötigen die Rechenzentren rund um die Uhr riesige Strommengen. Die grundlastfähige Atomkraft ist dafür prädestiniert. Doch die Entwicklung und der Bau neuer Kraftwerke dauern eben Jahre. Zeit, die man sich im KI-Wettrennen nicht nehmen kann. Daher fährt die KI-Branche beim Aufbau der Energieinfrastruktur mehrgleisig. Doch Kernenergie wird langfristig enorm wichtig und damit die Versorgung mit Uran. Hier kommt für Anleger die Aktie von Stallion Uranium ins Spiel.
Stallion Uranium: Jetzt Aktie in Depot legen?
Der Uran-Explorer erkundet derzeit im Westen Kanadas ein rund 1.700 Quadratkilometer großes Areal im Athabasca-Becken. Damit verfügt man gemeinsam mit Joint-Venture-Partner Atha Energy über das größte zusammenhängende Projekt im westlichen Athabasca-Becken, das an mehrere hochgradige Fundgebiete angrenzt. Stallion ist erst mit knapp über 50 Mio. CAD bewertet und gibt bei der Erschließung Vollgas.
Zuletzt wurde über die Exploration im Coyote Corridor berichtet. Dort hat man die Boden-Gravitationsmessung erfolgreich erweitert. Ziel der jüngsten Arbeiten war es, auffällige Randbereiche der ersten Messkampagne genauer zu erfassen und zu prüfen, ob diese Teil einer größeren zusammenhängenden Struktur sind. Das Ergebnis ist vielversprechend. Identifiziert wurde eine ausgeprägte Schwereanomalie, die laut Unternehmen starke Ähnlichkeiten mit geophysikalischen Signaturen bedeutender Uranentdeckungen im Athabasca-Becken aufweist, darunter die Arrow-Lagerstätte von NexGen Energy. Damit verdichten sich die Hinweise, dass das Coyote-Zielgebiet das Potenzial für eine hochgradige Uranmineralisierung besitzen könnte. Die Anomalie liegt in einem strukturell komplexen Korridor mit sich kreuzenden Leitern und Brüchen. Ein solches geologisches Umfeld gilt als besonders aussichtsreich für Uranablagerungen.
Im laufenden Jahr können Anleger noch einiges an Newsflow bei Stallion Uranium erwarten. Dies dürfte die Aktie weiter antreiben.
Nordex: Analysten loben, Auftrag erhalten
Mit dem Hype in den USA hat diese deutsche Energieaktie zwar nicht direkt etwas zu tun, dennoch gehörte Nordex im vergangenen Jahr zu den großen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Das Kursplus der letzten 12 Monate liegt bei rund 170 %. Bei Kursen um die 40 EUR scheint der Aktie allerdings erstmal die Luft auszugehen, was vielleicht auch ganz gesund ist. Anfang dieser Woche hat Bernstein Research die Entwicklung des Unternehmens gelobt. Die mittelfristigen Ziele seien ehrgeizig, man wolle die Margen steigern und Dividende zahlen. Dies sei aber eben auch schon in der Bewertung eingepreist. Immerhin bringt Nordex inzwischen fast 10 Mrd. EUR auf die Börsenwaage. Daher stuft man die Aktie mit "Market-Perform" ein. Bei 40 EUR sehen die Analysten die Nordex-Aktie als fair bewertet.
Auch ein neuer Auftrag konnte der Nordex-Aktie zuletzt keine neuen Impulse geben. So hat Qualitas Energy Deutschland Windturbinen mit einer Leistung von insgesamt 56 MW bestellt. Die deutsche Tochter der spanischen Qualitas Energy will in Hessen den Windpark Wippershainer Höhe realisieren. Dafür wird Nordex acht N163/6.X-Turbinen für die Installation auf 164 Meter hohen Hybridtürmen liefern. Die Lieferung der ersten Turbine ist für Sommer 2027 vorgesehen. Nordex wird zudem die Vollwartung in den kommenden 20 Jahren übernehmen.
Fazit
Siemens Energy hat stark vom dringenden Bedarf an Gasturbinen in den USA profitiert und wird dies auch noch weiter tun. Mittel- bis langfristig scheinen Microsoft, Alphabet, Meta und Co. allerdings stark auf Kernenergie zu setzen. Dafür brauchen sie Uran und den am liebsten aus Nordamerika. Daher gibt es gute Gründe, sich ein paar Aktien von Stallion Uranium frühzeitig ins Depot zu legen. Dagegen tut der Nordex-Aktie nach der starken Rally eine Verschnaufpause durchaus gut.
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