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07.05.2021 | 05:00

Volkswagen, Daimler, dynaCERT: Welche Aktie kann sich verfünffachen?

  • Automobilindustrie
Bildquelle: pixabay.com

Die mobile Zukunft ist elektrisch. Doch wie nachhaltig ist das? Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind intakt und tun ihren Dienst – sei es zum täglichen Pendeln oder als „Familienkutsche" für gelegentliche Einkäufe oder Ausflüge. Gerade Autos, die für seltene aber lange Strecken benötigt werden oder die generell nur sehr selten zum Einsatz kommen, sind aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht zu schade für die Schrottpresse. Ein Unternehmen aus Kanada bietet dafür eine Lösung. Wir analysieren, wo die Chancen für Anleger am größten sind.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp



 

Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Volkswagen: Wie „grün" ist der E-Auto-Boom?

Die Aktie von Volkswagen bringt es auf Sicht von einem Jahr auf eine Rendite von rund 100%. Das ist für einen Automobilkonzern eine sehr dynamische Entwicklung. Der Weltkonzern aus Wolfsburg hat sich bereits früh zur Elektromobilität bekannt und vor wenigen Monaten bekannt gegeben, groß in die Lieferketten rund um Elektromobilität investieren zu wollen. Zahlreiche kleinere Unternehmen versprechen sich in Folge dieser Ankündigung, einen Teil vom Kuchen. Doch gerade bei Akkus für Elektroautos ist die Konkurrenz groß – und die Konkurrenz aus China zudem sehr günstig. Inwiefern das Bekenntnis der Autoindustrie zur Elektromobilität kleineren Zulieferern aus Deutschland ein Neugeschäft bescheren kann, muss im Einzelfall entschieden werden.

Hinzu kommt, dass noch immer zahlreiche Verbrenner verkauft werden. Zwar war der Anteil von Hybriden und vollelektrischen Fahrzeugen zuletzt bereits nennenswert hoch und erreichte die Marke von 20% der Neuzulassungen, doch werden viele Hybride kaum elektrisch genutzt. Ob der E-Auto-Trend so wirklich bei den Käufern angekommen ist, lässt sich daher kaum sagen. Die Aktie von Volkswagen hat allerdings bereits einen großen Teil der E-Auto-Euphorie eingepreist. Weitere Überraschungen müssen schon deutlich ausfallen, um den Kurs weiter anzuschieben.

Daimler: Es läuft rund – vor allem in China

Noch stärker als bei VW hat der Kurs bei Daimler angezogen. Das lag vor allem an einer starken Gewinnentwicklung. Auch wenn es beim Umsatz mitunter etwas haperte, der Gewinn legte in den vergangenen Quartalen aber immer gut zu. Besonders interessant rund um Daimler ist die China-Fantasie. Wie auch bei Volkswagen sprechen auch die Autos mit dem Stern viele Chinesen an. Das starke Marken-Image deutsche Premiumhersteller sticht viele Konkurrenten aus und sorgt auf einem Wachstumsmarkt für den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Parallel arbeitet Daimler daran, seine operativen Kosten bis 2025 deutlich zu senken und will dafür auch bis zu 25.000 Stellen abbauen. Was für Mitarbeiter ein Schock sein kann, ist für den Markt in der Regel eine gute Nachricht. Gerade mit Blick auf die Mobilitätswende wird es gern gesehen, wenn Konzerne schlanker werden. Die Aktie ist in einem stabilen Aufwärtstrend. Dieser hält zwar schon lange an, doch befindet sich Daimler auf einem guten Weg, was sich auch im Kurs widerspiegelt.

dynaCERT: Nachhaltigkeitsplay in spannenden Nischen

Dass die Aktie von dynaCERT eine Menge zu bieten hat, lässt sich ebenfalls aus dem Verlaufschart ableiten. Seit Jahren ist der Wert immer wieder für dynamische Ausbrüche und rasante Kursrallys gut. Das Unternehmen ist Lösungsanbieter für alle, die bestehende Fahrzeugflotten nachhaltiger aufstellen wollen. Dafür hat dynaCERT mit seinem nachrüstbare Elektrolysesystem HydraGEN™ ein Produkt entwickelt, das bei Dieselmotoren zu deutlichen Einsparungen in punkto Verbrauch und CO2-Emissionen führen kann – TÜV-geprüft sind es bis zu 19%.

Eine spannende Nische für dynaCERT sind Fahrzeugflotten, wie etwa im öffentlichen Personennahverkehr, in der Logistik oder im Bergbau. Die öffentliche Hand nimmt zunehmend eine Vorreiterrolle ein, wenn es um Umweltschutz und Nachhaltigkeit geht. Zugleich sind Fahrzeuge aber bereits vorhanden und die Mittel bei Kommunen begrenzt. Ein Umrüst-Set von dynaCERT gibt es bereits ab rund 6.000 USD. Neben Einsparungen bei Kraftstoff und Emissionen sorgt das System auch dafür, dass CO2 eingespart wird. Dies wird etwa mit Emissionsrechten belohnt. dynaCERT bietet auch eine Steuerungssoftware für PKW an, die derartige Einsparungen misst und ausweist. Für alle Kommunen und Unternehmen, die sich grüner aufstellen wollen, sind die Lösungen von dynaCERT eine gute Alternative.

Analysten von Haywood sehen großes Potenzial

Das Unternehmen arbeitet gerade daran, sein System im großen Stil zu vermarkten. In der Vergangenheit hat man bereits einige Achtungserfolge erzielt, der große Wurf war aber bislang nicht dabei. Dafür ist die Aktie in den vergangenen Monaten gut zurückgekommen. Noch im Januar wurde dynaCERT von den Analysten des kanadischen Brokerhauses Haywood zum Top-Pick im Bereich Nachhaltigkeit ausgerufen – verbunden mit einem Kursziel von 2,20 CAD. Aktuell notiert der Wert bei 0,44 CAD. Spekulativ orientierte Investoren können darin Chancen sehen.


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