Menü schließen




20.12.2024 | 05:05

VORSICHT bei Rheinmetall! COMEBACK von Bayer und Saturn Oil + Gas Aktie?!

  • Rohstoffe
  • Rüstung
  • Chemie
  • Pharma
Bildquelle: pixabay.com

Bei Rheinmetall ist Weihnachten schon eine Woche früher. So hat sich der größte deutsche Rüstungskonzern weitere Aufträge mit einem Volumen von 1,7 Mrd. EUR gesichert. Anleger reagieren jedoch zurückhaltend, denn es könnte ein Einbruch bevorstehen. Dagegen scheint bei der Aktie von Saturn Oil & Gas das Risiko nach unten begrenzt und die Chancen noch oben groß zu sein. Der wahrscheinlich günstigste Ölproduzent in Nordamerika will innerhalb von 3 Jahren bis zu 475 Mio. CAD freien Cashflow erzielen. Analysten halten eine Kursverdreifachung für möglich. Und was macht Bayer? Die Leverkusener notieren nahe dem Mehrjahrestief. Doch ein Analyst beschreibt ein interessantes Szenario.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832

Inhaltsverzeichnis:


    Saturn Oil & Gas: Bis zu 475 Mio. freier Cashflow in drei Jahren!

    Obwohl das Jahr 2024 gezeigt hat, dass fossile Energie noch lange benötigt wird, war es für Aktien aus dem Sektor ein schwieriges Jahr. Selbst Branchenprimus ExxonMobil hat den Dow Jones und S&P 500 klar underperformt. Doch die Verlierer des einen Jahres sind oft die Gewinner des nächsten Jahres. Ein Kandidat dafür ist die Aktie von Saturn Oil & Gas. Die Kanadier sind wahrscheinlich der am günstigsten bewertete Ölproduzent Nordamerikas. Seit 2021 hat Saturn vier transformative Akquisitionen abgeschlossen und ist damit zu einem mittelgroßen Produzenten aufgestiegen.

    Vor wenigen Tagen hat Saturn Oil & Gas die Jahresprognose 2025 und einen mittelfristigen Ausblick veröffentlicht. Werde die Pläne so umgesetzt, sollte die Aktie – sie wird auch in Deutschland rege gehandelt – anspringen und deutlich höher als die aktuellen 2 CAD notieren. In 2025 will man die Produktion stabil bei durchschnittlich 38.000 bis 40.000 Öläquivalent pro Tag halten. Damit will man einen freien Cashflow von beeindruckenden 125 bis 165 Mio. CAD erzielen. Dies wären 0,65 CAD bis 0,85 CAD pro Aktie. Wie erwähnt notiert die Aktie derzeit bei 2 CAD. Der freie Cashflow soll unter anderem für das beschlossene Aktienrückkaufprogramm, die Reduzierung der Verschuldung auf 700 bis 740 Mio. CAD und opportunistische Akquisitionen genutzt werden.

    Auch die mittelfristigen Eckdaten überzeugen: So soll zwischen 2025 bis 2027 ein kumulierter freier Cashflow von 450 bis 475 Mio. CAD generiert werden. Dies wären also mindestens 2,34 CAD pro Aktie. Bei einem Ölpreis (WTI) von 80 USD und höher könnten es auch mehr sein. Da klingt das Kursziel von den Analysten von Ventum für die Saturn-Aktie von 6,50 CAD alles andere als hoch.

    Rheinmetall: Vorsicht trotz Milliardenaufträgen

    Anders als Saturn Oil & Gas ist die Aktie von Rheinmetall kein Schnäppchen mehr. Allerdings hat sich das Wertpapier des größten deutschen Rüstungskonzerns im laufenden Jahr auch mehr als verdoppelt. Und das Geschäft boomt weiter. So hat Rheinmetall erst gestern wieder zwei Aufträge im Wert von 1,7 Mrd. EUR von der Bundesregierung zur Digitalisierung der Bundeswehr erhalten.

    Gemeinsam mit KNDS soll Rheinmetall rund 10.000 Fahrzeuge der Bundeswehr mit neuen digitalen Kommunikationsmitteln ausrüsten. Dafür werden die beiden Partner in den kommenden sechs Jahren 1,98 Mrd. EUR erhalten und es zu gleichen Teilen untereinander aufteilen. Bei dem zweiten Auftrag sollen IT-Systeme in alle Fahrzeug- und Plattformsysteme der Landstreitkräfte integriert werden. Von dem Auftragsvolumen in Höhe von 730 Mio. EUR gehen 470 Mio. EUR an Rheinmetall und 250 Mio. EUR an den Partner Blackned.

    Dennoch steigt der Aktienkurs der Düsseldorfer „nur“ um rund 1 %. Zum einen ist die Aktie schon sehr gut gelaufen. Aber auch das mögliche Ende des Krieges in der Ukraine im Anschluss an den Amtsantritt von Donald Trump in den USA könnte Anleger von Kauf der Aktie abhalten. Denn auch wenn Rheinmetall in den kommenden Jahren weiter von der Aufrüstung in Europa und darüber hinaus profitieren wird, sollte das Kriegsende für eine scharfe Korrektur beim Kurs sorgen – wie lange diese dauert, bleibt abzuwarten.

    Bayer: Gewinner des Kriegsendes?

    Könnte die Bayer-Aktie zu den Gewinnern eines möglichen Endes des Ukrainekrieges gehören? Dieses Szenario wird jedenfalls von der UBS skizziert. Demnach könnte nach einem Waffenstillstand mit Russland wieder mehr Gas von dort nach Deutschland fließen. Bayer wäre – wie andere Chemieunternehmen und sonstige energieintensive Industrieb – einer der Gewinner. Doch erst mal bleibt die Unsicherheit. Daher bleiben die UBS-Analysten "Neutral" und bei einem Kursziel von 22 EUR.

    Während die Aktie von Rheinmetall zu den Highflyern des Jahres 2024 gehört, gehört das Wertpapier von Bayer zu den Enttäuschungen – erneut. Rund 45 % hat die Aktie der Leverkusener in diesem Jahr verloren. Grund sind die anhaltenden Gerichtsverfahren in den USA. Diese scheinen, einfach kein Ende zu nehmen. Immerhin nennt die UBS ein Szenario von dem Bayer profitieren sollte.


    Fazit

    Die Aktie von Saturn Oil & Gas scheint auf dem aktuellen Kursniveau alles andere als teuer zu sein. Die Kanadier haben sich innerhalb weniger Jahren zu einem starken Ölproduzenten entwickelt und wollen den hohen freien Cashflow weiter steigern. Ein Comeback der Aktie in 2025 ist absolut realistisch. Stark gelaufen ist die Aktie von Rheinmetall – in 2024 und den gesamten vergangenen drei Jahren. Da überrascht es nicht, dass sich Anleger mit Blick auf den neuen US-Präsidenten zurückhalten. Bayer scheint den Boden erreicht zu haben. Es fehlt jedoch "noch" an Kursfantasie.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 17.02.2026 | 04:30

    Hier geht 2026 die Post ab! Steyr Motors, TeamViewer, dynaCERT Aktie!

    • Nachhaltigkeit
    • ESG
    • Rüstung
    • software

    Abwärts geht es bei TeamViewer im Jahr 2026. Die Aktie des Softwareunternehmens notiert auf einem Allzeittief und droht unter die Marke von 5 EUR zu rutschen. Jetzt also einsteigen? Dagegen könnte die Aktie von dynaCERT vor einer Vervielfachung stehen. Dazu müsste allerdings der operative Durchbruch gelingen. Gemäß dem Ausblick auf 2026 des Unternehmens ist dies absolut möglich und damit auch die Neubewertung. Eine Neubewertung hat die Aktie von Steyr Motors im vergangenen Jahr aufs Parkett gelegt. Dies gilt es im laufenden Jahr mit deutlich steigenden Umsätzen und Gewinnen zu unterfüttern. Analysten sind bullish für die Rüstungsaktie.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 16.02.2026 | 04:30

    Siemens Energy Aktie VERKAUFEN? BASF und American Atomics im KI-Energie-Boom!

    • Energie
    • Atomenergie
    • kernenergie
    • Chemie

    Steht die Aktie von Siemens Energy bald bei 200 EUR oder halbiert sie sich? Die Meinungen der Analysten gehen nach den jüngsten Zahlen jedenfalls so weit auseinander. Der Energiehunger des KI-Booms lässt die Kassen klingen. Daran will künftig auch American Atomics verdienen. Denn während derzeit Gaskraftwerke die erste Wahl bei Datenzentrenbetreibern zu sein scheinen, setzt die Branche langfristig auf Kernenergie. American Atomics will Uran direkt in den USA abbauen und anreichern. Übrigens setzt auch Frankreich stark auf Atomkraft. Einer der größten Stromverbraucher in Deutschland ist BASF. Die hohen Preise hierzulande machen der deutschen Industrieikone zu schaffen. So zieht es sie unter anderem nach Indien.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 13.02.2026 | 05:30

    Siemens Energy, TKMS und Almonty Industries Aktie! Gewinn explodiert, Prognose angehoben, Kursziel steigt!

    • Rüstung
    • Technologie
    • Rohstoffe
    • kritischerohstoffe

    Die Aktie von Almonty bleibt ein Highflyer. Auch wenn der Gesamtmarkt schwächelt, wird bei Almonty jede Schwäche zum Einstieg genutzt. Aus guten Gründen. Der Wolfram-Preis explodiert und die Analysten berücksichtigen dies erst langsam. Weitere Kurszielanhebungen sollten folgen. Auch bei Siemens Energy steigen Aktie und Kursziel. Der deutsche Energietechnikkonzern verdient glänzend am KI-Boom. Die aktuellen Quartalszahlen überzeugen, aber einen Fehler darf man sich bei der Bewertung nicht mehr leisten. Börsenneuling TKMS hat die Prognose angehoben. Investoren reagieren jedoch zurückhaltend. Bei Analysten gehen die Meinungen auseinander. Droht ein Margenproblem?

    Zum Kommentar