Menü schließen




22.05.2024 | 06:30

Wasserstoffaktien mit Top-News! Plug Power, thyssenkrupp nucera und dynaCERT im Fokus!

  • Wasserstoff
  • Technologie
Bildquelle: Orsted

Trotz negativer Quartalszahlen hat sich die Aktie von Plug Power in den vergangenen Tagen positiv entwickelt. Ist dies die Trendwende beim Wasserstoff-Pureplay? Zuletzt hatten die Amerikaner über Fortschritte bei einem Mega-Projekt berichtet. dynaCERT verstärkt sich mit einem Branchenkenner und ehemaligen Daimler-Manager. Damit bereitet sich das Technologieunternehmen auf den Durchbruch seiner Produkte zur Einsparung von Emissionen bei Dieselfahrzeugen vor. Jetzt fehlt nur noch die VERRA-Zertifizierung für die Ausgabe von CO2-Zertifikaten. Bei thyssenkrupp nucera müssen derzeit die Quartalszahlen verdaut werden. Die Analystenkommentare klingen eher enttäuscht, aber die Kursziele lassen weiterhin Luft nach oben für die deutsche Wasserstoff-Hoffnung.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001 , THYSSENKRUPP NUCERA AG & CO KGAA | DE000NCA0001

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT: Ehemaliger Daimler-Manager für den Rollout

    Seit Monaten läuft die Aktie von dynaCERT seitwärts und damit deutlich besser als der Wasserstoff-Sektor. Kerngeschäft von dynaCERT ist die HydraGEN™-Technologie. Mit dem patentierten System können konventionelle Dieselmotoren nachgerüstet werden, um Verbrauch und Schadstoffausstoß zu reduzieren. Für einen Ausbruch der Aktie nach oben braucht es die Zertifizierung der dynaCERT-Produktpalette durch VERRA. VERRA hat den weltweit führenden Qualitätsstandards für CO2-Zertifikate entwickelt. Die VERRA-Zertifizierung wäre der Ritterschlag für die Produkte und würde das Unternehmen in eine neue Liga heben. Denn zum einen würde die Zertifizierung die HydraGEN™-Produkte für Kunden nochmals aufwerten und dynaCERT könnte mit dem Handel von CO2-Zertifikate ein neues und hoch profitables Geschäftsfeld aufbauen.

    Für die zu erwartende explodierende Nachfrage im Anschluss an die VERRA-Zertifizierung bringt sich dynaCERT mit einem neuen Top-Manager in Stellung. So wurde der deutsche Bernd Krüper zum President und in das Board of Directors berufen. Er soll die weitere Unternehmensentwicklung und insbesondere die internationale Expansion mit dem Ziel leiten, das Verkaufsvolumen bestehender und neuer Produkte zu steigern. Krüper verfügt über 30 Jahre Branchenerfahrung und war unter anderem 6 Jahre im Daimler-Konzern tätig. Außerdem leitete er als CEO 6 Jahre die Motorenfabrik Hatz GmbH und verfügt über 18 Jahre Führungserfahrung bei der Rolls-Royce Power Systems AG, der Tognum AG und der MTU Friedrichshafen GmbH.

    Bernd Krüper: "Ich bin begeistert von der Mission von dynaCERT und dessen kontinuierlichen Fortschritten in der Wasserstofftechnologie. Durch die Planung zusätzlicher Schlüsselinitiativen in den nächsten Monaten und den kommenden Jahren freue ich mich darauf, den Einfluss und die positiven Auswirkungen von dynaCERT auf dem Wasserstoffmarkt zu leiten und weiter voranzutreiben."

    Neben dieser Personalie gibt es weitere positive News. So sammelt dynaCERT im Rahmen einer Kapitalerhöhung derzeit bis zu 2,5 Mio. CAD ein. Der Platzierungspreis liegt mit 0,15 CAD sogar leicht über dem aktuellen Kurs. Üblich ist bei einer solchen Kapitalmaßnahme ein Preis deutlich unter dem Börsenkurs.

    Plug Power: Einen Schritt näher am Großauftrag

    Von Wachstum ist bei Plug Power derzeit nicht viel zu sehen. Im vergangenen Quartal sank der Umsatz um 42,8 % auf 120 Mio. USD. Gleichzeitig stieg der Nettoverlust von -208 Mio. USD auf -296 Mio. USD. Damit hatte das Wasserstoff-Pureplay die Analystenschätzungen verfehlt. Dennoch stieg der Aktienkurs in den vergangenen Wochen von 2,36 EUR auf 3,46 EUR deutlich an. Grund kann eigentlich nur die Erleichterung sein, dass Plug Power offenbar die kurzfristigen Finanzierungsschwierigkeiten in den Griff bekommen hat.

    Außerdem sorgte ein Update eines Großprojektes für positive Stimmung. Dabei handelt es sich um eine 3-GW-Anlage zur Umwandlung von grünem Wasserstoff in Ammoniak. Sie könnte für das australische Unternehmen Allied Green Ammonia errichtet werden. Um den Auftrag zu erhalten, muss zunächst die Finanzierung gesichert werden. Grundlage für die Finanzierung ist ein so genanntes Basic Engineering and Design Package (BEDP). Mit der Erstellung des BEDP wollen Allied Green und Plug Power jetzt beginnen. Allerdings wird die Erstellung wohl bis Ende 2025 dauern. Bis Allied Green die Anlage in Betrieb nehmen kann und dann 2.700 t grünen Ammoniak pro Tag produzieren will, wird es also noch viele Jahre dauern.

    thyssenkrupp nucera mit schwachem Ausblick: So reagieren Analysten

    Geduld brauchen Anleger auch bei thyssenkrupp nucera. Die deutsche Wasserstoff-Hoffnung wächst langsamer als von Anlegern erhofft. So hat das Unternehmen im Rahmen der letzten Quartalszahlen die Jahresprognose auf 820 bis 900 Mio. EUR Umsatz konkretisiert. Dies lag unter dem Konsensschätzungen der Analysten. Beispielsweise hatte die RBC mit 979 Mio. EUR gerechnet. Die Analysten der kanadischen Bank blieben jedoch bei ihrer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 21 EUR.

    Andere Analysten haben ihre Kursziele reduziert – Berenberg von 22 EUR auf 18 EUR, die Deutsche Bank von 27 EUR auf 23 EUR und Bernstein von 22,50 EUR auf 21 EUR. Alle Kursziele liegen jedoch weiterhin deutlich über dem aktuellen Kursniveau von 11,60 EUR.

    Zurückhaltender sind lediglich die Experten von Goldman Sachs. Sie bewerten die Aktie von thyssenkrupp nucera mit "Neutral". Das Kursziel wurde von 16 EUR auf 14 EUR reduziert. Zwar bleibe das Unternehmen in Sachen Großaufträge führend in der Branche, aber der Umsatz lege dennoch langsamer zu als erwartet.


    Im Wasserstoffsektor ist derzeit Geduld gefragt. Die größte Chance auf einen nachhaltig steigenden Kurs dürfte derzeit dynaCERT haben, sobald die VERRA-Zertifizierung kommt. Bei Plug Power und thyssenkrupp nucera kann es zwar jederzeit zu einer Gegenbewegung kommen, aber für nachhaltig steigende Kurse braucht es Großaufträge und mehr Wachstum. Dies wird voraussichtlich einige Quartale dauern.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 01.04.2026 | 04:30

    Übernahme, Kaufempfehlung! 150 % mit SAP, D-Wave und Aspermont?!

    • Technologie
    • KI
    • software
    • cloud
    • Quantum

    Wer sind die KI-Gewinner und wer die Verlierer? Diese Frage treibt die Börse in den vergangenen Monaten um. SAP wird dabei von vielen in die Ecke der Verlierer gestellt. So hat die Aktie der Walldorfer in den vergangenen Monaten kräftig verloren. Doch Analysten sehen SAP für die KI-Zeitenwende gut positioniert. Bringt eine Übernahme neue Impulse? Ein KI-Gewinner ist Aspermont. Die Australier verfügen über einen Datenschatz im Rohstoffsektor und haben diesen in den vergangenen Jahren digitalisiert. Mit KI soll er jetzt monetarisiert werden. Analysten erwarten deutlich steigende Umsätze und insbesondere Gewinne. Die Aktie hat über 150 % Luft nach oben. Mehr als halbiert hat sich im laufenden Jahr die Aktie von D-Wave. Ist der Quantum-Hype vorbei?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 31.03.2026 | 04:30

    Aktien für Schnäppchenjäger!? 50 % mit TKMS, Kontron oder Lahontan Gold möglich?

    • Rohstoffe
    • Edelmetalle
    • Gold
    • Rüstung
    • Technologie

    Über 50 % Kurspotenzial sehen Analysten bei TKMS. Sie verweisen auf die Visibilität im Marinegeschäft. Allerdings erwähnen sie nicht die Komplexität. Auch die Schätzungen für die kommenden Jahre sprechen eigentlich nicht für den Kauf der Aktie. Dagegen könnte Lahontan Gold zum Outperformer 2026 werden. Das Unternehmen macht den Schritt vom Explorer zum Produzenten und wird damit auch zum Übernahmekandidaten. Insbesondere wenn die Ressource bald tatsächlich deutlich über 2 Mio. Unzen steigt, sollten die großen Goldproduzenten anklopfen. Und was ist mit Kontron? Zuletzt hat man mit Zahlen und Ausblick enttäuscht. Nach dem Kursrutsch raten Analysten zum Einstieg. Ist die Aktie ein Schnäppchen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 27.03.2026 | 04:30

    Übernahme! Drohnenfantasie! Volle Pipeline! Rheinmetall, DroneShield und First Hydrogen Aktie!

    • Rüstung
    • Technologie
    • Drohnen

    Drohnen und andere unbemannte Systeme drängen massiv in den militärischen und zivilen Alltag. Von dem Milliardenkuchen will sich First Hydrogen in Zukunft ein Stück abschneiden. Dafür hat man sich die Technologie für KI-gestützten Robotik-Bodendrohnen gesichert. Gelingt der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs, ist die Aktie wahrscheinlich derzeit viel zu günstig. Günstig ist DroneShield sicher nicht. Doch in der jüngsten Investorenpräsentation sorgte eine prall gefüllte Vertriebspipeline für Aufmerksamkeit. Wird diese umgesetzt, sind Milliardenumsätze möglich. Milliarden macht Rheinmetall derzeit insbesondere mit Kampfpanzern, Munition und anderen Systemen der klassischen "alten" Kriegsführung. Doch auch die Düsseldorfer haben die Entwicklung erkannt und haben die Mehrheit an einem Spezialisten für autonome Systeme übernommen.

    Zum Kommentar