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11.07.2025 | 05:15

Biotech-Übernahmekarussell nimmt Fahrt auf! BioNTech, Evotec, Merck, BioNxt Solutions Aktie!

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Bildquelle: pixabay.com

Das Übernahmekarussell dreht sich im Biotech-Sektor wieder schneller. Jüngstes Beispiel ist die Übernahme von Verona Pharma durch Merck. Der US-Konzern lässt sich dies 3 Mrd. USD kosten. Deutlich günstiger wäre derzeit BioNxt Solutions zu haben. Das Unternehmen will mit Schmelzfilmen, Hautpflaster und Tabletten die Einnahme von Medikamenten erleichtern. Daneben hat man jetzt eine spannende Plattform angekündigt. Ziel ist eine intelligentere Chemotherapie und damit ein Milliardenmarkt. Und was machen BioNTech und Evotec? Bei dem deutschen Biotech-Primus ist nach dem Milliardendeal mit Bristol-Myers Squibb erst mal etwas Ruhe eingekehrt. Doch Analysten raten zum Kauf der Aktie. Dagegen dümpelt Evotec um die 7 EUR. Können die Quartalszahlen neue Impulse für die angeschlagene Aktie bringen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Bionxt Solutions Inc. | CA0909741062 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , MERCK CO. DL-_01 | US58933Y1055

Inhaltsverzeichnis:


    BioNxt Solutions: Nach dem Paukenschlag die Übernahme?

    Macht sich BioNxt Solutions hübsch für eine Übernahme? Das Unternehmen ist auf die Entwicklung fortschrittlicher Technologien zur Verabreichung von Medikamenten spezialisiert. Vorgestern hat man bekannt gegeben, dass man parallel zu Produktkandidaten wie BNT23001 an einer potenziell bahnbrechenden Plattform zur gezielten Verabreichung von Chemotherapeutika arbeitet. Durch die Lokalisierung toxischer Chemotherapeutika in Tumoren soll ein wichtiger ungedeckter Bedarf in der Präzisionsonkologie adressiert werden.

    Ziel ist eine intelligentere Chemotherapie: Dafür nutzt das firmeneigene Targeted Drug Delivery System (TDDS) einen neuartigen, doppelt wirkenden Mechanismus: Hoch wirksame Chemotherapeutika werden zunächst in unmittelbarer Nähe von Tumoren konzentriert und freie Wirkstoffmoleküle außerhalb des Tumors anschließend schnell neutralisiert, um gesundes Gewebe zu schützen.

    Es konnte in vitro nachgewiesen werden, dass die therapeutische Wirkung um das Zehnfache gesteigert und die Sicherheit gesunder Zellen geschützt werden kann. Die BioNxt-Plattform ist so konzipiert, dass sie mit mehr als 100 etablierten Chemotherapeutika und onkologischen Therapien kompatibel ist. Dies gilt auch für generische Moleküle und für Präparate, die für eine systemische Anwendung als zu toxisch erachtet wurden. Jetzt strebt BioNxt Kooperationen mit den Pharmaunternehmen in Form von gemeinsamer Entwicklung, Auslizenzierung oder lizenzpflichtiger Liefervereinbarungen an. Der eine oder andere will sich die Plattform vielleicht gleich vollständig sichern. Schließlich wird ein Milliardenmarkt adressiert und mit einer Marktkapitalisierung von unter 50 Mio. EUR ist BioNxt Solutions sicher nicht zu hoch bewertet.

    Merck schluckt Verona

    Wie schnell es manchmal mit Übernahmen gehen kann, hat zuletzt Merck gezeigt. Der US-Pharmakonzern hat mit der Übernahme von Verona Pharma einen weiteren Schritt in Richtung Portfolioausbau im Bereich Atemwegserkrankungen unternommen. Der Kaufpreis liegt laut Unternehmensangaben bei rund 10 Mrd. USD. Im Fokus steht insbesondere Ensifentrin, ein innovativer inhalativer Wirkstoff zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), der sich derzeit in der Zulassungsphase bei der US-Arzneimittelbehörde FDA befindet. Durch den Zukauf sichert sich Merck frühzeitig den Zugriff auf ein potenziell umsatzstarkes Medikament in einem therapeutischen Bereich mit hohem medizinischen Bedarf und wachsendem Marktvolumen.

    Mit dem Deal folgt Merck dem Branchentrend, sich über Zukäufe Zugang zu vielversprechenden Biotech-Pipelines zu verschaffen. In Zeiten zunehmender Konkurrenz und auslaufender Patente investieren viele große Pharmaunternehmen in innovative Wirkstoffe junger Firmen. Die Akquisition bringt Merck nicht nur ein Medikament mit Blockbuster-Potenzial, sondern auch ein erfahrenes Team mit Spezialisierung auf inhalative Therapien – ein Feld, in dem Merck bislang vergleichsweise wenig vertreten war.

    BioNTech und Evotec: Wohin geht die Reise?

    Und wohin geht bei BioNTech und Evotec die Reise? Beim Thema Entwicklungskooperation kann sich BioNxt Solutions an BioNTech orientieren. Der Milliardendeal des deutschen Biotech-Unternehmens mit Bristol-Myers Squibb (BMS) war ein echter Paukenschlag. BMS wird die Entwicklung BioNTechs bispezifischem Antikörperkandidaten BNT327 in einer Reihe solider Tumorarten künftig unterstützen und bei Erfolg werden sich die Partner Umsatz und Gewinn teilen. Dafür erhält BioNTech bis 2028 insgesamt 3,5 Mrd. USD. Durch Meilensteinzahlungen können bis zu 7,6 Mrd. USD hinzukommen.

    Nach dem Kurssprung zur Meldung ist bei der Aktie wieder Ruhe eingekehrt. Nach Gewinnmitnahmen nähert sich das Wertpapier jetzt wieder dem Widerstand bei 100 EUR. Analysten sehen BioNTech aktuell als Kaufchance mit moderatem bis hohem Aufwärtspotenzial. Gemäß Aktien Guide empfehlen 20 von 27 Analysten den Kauf der Aktie. Eine Verkaufsempfehlung gibt es derzeit nicht. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 140 USD.

    Beim Thema Übernahmen im Biotech-Sektor fällt auch immer wieder der Name Evotec. Aktionäre hoffen, dass wieder Übernahmespekulationen aufkommen. Davon fehlt jedoch derzeit jede Spur. Die Aktie dümpelt seit Monaten um die 7 EUR herum. Damit ist sie aus Sicht der Deutschen Bank fair bewertet. Die Analysten erwarten von dem Bericht über das zweite Quartal keine positiven Impulse. Ihr Kursziel liegt bei 7 EUR und die Einstufung lautet folgerichtig "Halten".


    Fazit

    BioNxt Solutions entwickelt sich immer mehr zum Übernahmekandidaten. Doch auch ohne eine solche, spricht viel für steigende Kurse. Das Unternehmen arbeitet an spannenden Produkten und hat mit der neuen Plattform ein weiteres Ass im Ärmel. Dagegen scheint bei Evotec derzeit die Luft raus zu sein. Dagegen ist BioNTech mit der vollen Pipeline ein Basis-Investment im Biotech-Sektor.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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