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21.06.2021 | 05:00

BYD, QMines, Varta: Anleger müssen jetzt um die Ecke denken

  • Elektromobilität
Bildquelle: QMines

Die E-Autos sind wieder da! Nicht nur auf den Straßen begegnen uns immer mehr Stromer. Auch auf den Kurszetteln stehen die Aktien rund um Elektromobilität seit einigen Tagen wieder ganz oben. Nachdem große Autohersteller schon vor Monaten den Schwenk hin zur Elektromobilität gewagt haben, war bei einigen Aktien die Luft raus. Jetzt setzen die Titel aber wieder zum Sprung an. Im Windschatten von BYD und Co. könnten weitere Werte anziehen. Wir stellen interessante Aktien vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: AU0000141533 , DE000A0TGJ55 , CNE100000296

Inhaltsverzeichnis:


    BYD: Was Anleger jetzt tun können

    Die Aktie von BYD ist einer der Comeback-Werte der vergangenen Woche. Der chinesische E-Auto-Spezialist erfährt sowohl an der Börse und auch bei potenziellen Kunden wieder mehr Zuspruch. Am Markt munkelt man darüber, dass die Absatzzahlen in Folge der wirtschaftlichen Erholung noch einmal steigen könnten. Für BYD wäre das eine gute Nachricht. Das Unternehmen ist ohnehin sehr gut aufgestellt, um auch in ferner Zukunft eine große Rolle zu spielen: Neben der eigenen Batteriefertigung bietet BYD auch eine Chip-Sparte. Gerade diese Chips waren in den letzten Wochen und Monaten rar und brachten manch einen Autobauer an seine Kapazitätsgrenze – für BYD zeigen sich derartige Probleme nicht.

    Neben der guten Versorgung mit Batterien und auch Chips profitiert das Unternehmen gleich doppelt und will seine beiden Sparten gesondert an die Börse bringen. Die Vorteile: Börsengänge spülen frisches Kapital in die Kassen und ermöglichen es zugleich, dass sich Batteriefertigung und auch Chipmanufaktur noch stärker anderen Kunden öffnen. Von den damit verbundenen Skaleneffekten würde dann auch das Mutterhaus BYD wieder profitieren.

    Die Aktie nimmt Kurs auf das Allzeithoch und erscheint unaufhaltsam. Sinnvoller wäre ein Anstieg aber vor einigen Wochen gewesen. Jetzt sollten Anleger besser nur vorsichtig Positionen aufbauen auf gute Gelegenheiten warten.

    QMines: Kupfer und Gold mit Nachhaltigkeits-Konzept

    Während Aktien wie BYD die Aufmerksamkeit vieler Anleger auf sich ziehen, denken vorsichtige Investoren besser ein wenig um die Ecke. Die Aktie des australischen Unternehmens QMines könnte im Zuge des wachsenden Zuspruchs zu E-Auto-Aktien ebenfalls stärker gefragt sein. QMines ging erst im Mai in Australien an die Börse . Das Unternehmen verfolgt sein Flaggschiff-Projekt Mount Chalmers und sucht dort nach Kupfer und Gold. Die Mine war bereits in Produktion und wurde 1982 stillgelegt. Mit heutigen Verfahren verspricht sich das Team rund um QMines großes Potenzial und treibt die Exploration voran. Erste Ergebnisse eines Bohrprogramms über 1.575m brachten unter anderem bereits 0,75m mit 13,4% Kupfer sowie 6,11 g/t Gold zutage.

    Das Besondere an QMines ist deren Ansatz, CO2-neutral agieren zu wollen. Klimaneutrale Rohstoffprojekte sind vor allem dann gefragt, wenn sie Teil von Lieferketten für die E-Auto-Industrie sind. Autohersteller reagieren damit auf das steigende Bewusstsein der Kunden für Lieferketten und nachhaltige Rohstoffförderung. Zwar befindet sich** QMines am Anfang einer Entwicklung, doch ist das Unternehmen auch entsprechend niedrig bewertet – lediglich rund 24 Mio. EUR ist QMines aktuell an der Börse wert.

    Derartige Bewertungen sprechen zwar dafür, dass eine Aktie einen spekulativen Charakter hat, bieten im Gegenzug aber auch die Chance auf attraktive Renditen mit nur geringem Kapitaleinsatz. QMines könnte im Windschatten des E-Auto-Booms noch zu Höchstform auflaufen.**

    Varta: Was kommt ab 2022?

    Auch die Aktie des deutschen Batterieherstellers Varta hat vom Marktumfeld rund um Elektromobilität profitiert. Der Kursverlauf zeigt aber auch, wie skeptisch der Markt dem Unternehmen inzwischen gegenübersteht. Varta will Ende 2021 eine Testproduktion von Akkus für Elektroautos beginnen. Da Varta großes Knowhow hat und mit seinen Batterien und Akkus bislang am Markt punktet, ist das auch eine gute Idee. Doch ist die Konkurrenz rund um Akkus für E-Autos groß – vor allem seitens der Asiaten. Inwiefern die Pläne von Varta zu einem Erfolg werden, ist noch nicht klar. Aus diesem Grund zeigen sich auch die Anleger eher abwartend.

    Wer in Elektromobilität investieren will, hat mehrere Möglichkeiten. Sowohl direkt als auch indirekt zeigen sich Chancen. Unternehmen wie BYD sind zwar gut positioniert aber auch schon teuer. Auch ist nicht klar, wie sich die Marken gegen die von etablierten Herstellern durchsetzen können. Auch bei Varta ist noch keinesfalls klar, ob sich das Unternehmen auf dem Erfolgsweg befindet. Gleiches gilt für den Minen-Entwickler QMines. Letzteres Unternehmen punktet aber mit einer niedrigen Bewertung und einer wenig komplexen Investment-Story: Bestätigen sich die hohen Gehalte von Kupfer und auch Gold, ist QMines im Bergbau-Land Australien perfekt positioniert. Hinzu kommt der ESG-Ansatz. Für Anleger kann es sich lohnen, bei E-Auto-Investments um die Ecke zu denken.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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