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22.04.2022 | 06:00

Investments von gestern und für morgen: K+S, Globex Mining, Netflix

  • Zukunftsinvestments
Bildquelle: pixabay.com

Haben ist besser als brauchen. Dieser zu Recht etwas abgedroschene Spruch ist aktueller denn je. Egal ob Konstruktionsholz, Metallbeschläge oder Wechselrichter für Photovoltaik-Anlagen - alles ist knapp. Erste Bauträger reagieren bereits und planen bei neuen Bauvorhaben nicht mehr so lange in die Zukunft. Der Grund: Galoppierende Preise könnten sonst die Marge auffressen. Wie Sie als Anleger in dieser Phase investieren können, erklären wir am Beispiel von drei Unternehmen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , NETFLIX INC. DL-_001 | US64110L1061

Inhaltsverzeichnis:


    K+S: Brot für die Welt

    K+S ist als Düngemittelproduzent ein Gewinner der aktuellen Umstände. Die Aktie hat sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Da der Krieg in der Ukraine die Nahrungsmittelproduktion empfindlich stört, liegt der Fokus jetzt auf der möglichst effizienten Landwirtschaft im Rest der Welt. K+S ist dafür ein wichtiger Zulieferer. Da das Unternehmen seit einiger Zeit wieder Gewinne schreibt, kommen bei K+S Turnaround und gute Marktbedingungen zusammen.

    Schon vor Ausbruch des Krieges zeigte sich K+S optimistisch und wollte das bestehende Geschäft ausbauen und neue Bereiche erschließen. Dass diese Pläne jetzt so viel Rückenwind vom Gesamtmarkt bekommen, ist ein für K+S erfreulicher Zufall. Doch die günstige Gemengelage wurde vom Markt bereits umfassend honoriert. Die Aktie ist bereits weit gelaufen, eine Korrektur steht im Raum. Ganz fundamental ist K+S aber gut positioniert, um auch über 2022 hinaus gute Zahlen zu erwirtschaften.

    Globex Mining: 200 Rohstoff-Projekte im sicheren Nordamerika

    Während die Aktie von K+S tendenziell eher teuer ist, hat die Aktie von Globex Mining noch nicht so stark angezogen. Globex Mining ist ein kanadisches Unternehmen und verfügt über 200 Rohstoff-Projekte bei einer Bewertung im gehobenen zweistelligen Millionen-Bereich. Was auf den ersten Blick wie ein bunter Gemischtwarenladen daher kommt, hat durchaus System: schon in den vergangenen Jahren verkaufte Globex immer wieder Projekte. Aktuell hat das Unternehmen Liegenschaften rund um Kupfer, Nickel, Blei, Gold, Silber, Platin, Palladium, Mangan, Titan, Eisen, Molybdän, Lithium, Kobalt und Seltene Erden im Portfolio.

    Die Projekte befinden sich in unterschiedlichen Stadien. Von Liegenschaften, auf denen lediglich einige Gesteinsproben entnommen wurden, bis hin zu Projekten, für die es bereits Machbarkeitsstudien gibt, ist alles dabei. Beispiele sind etwa das Authier Lithium Royalty (Ressource und Machbarkeit) oder die Rocmec1 Gold Mine (Ressourcenschätzung 570.000t Gold @ 6,32 g/t ). Der Kurs von Globex Mining zog zuletzt zwar bereits an, doch dürfte die schiere Masse an Projekten noch nicht adäquat bewertet sein. Schon einige Exits zu aktuellen Marktbedingungen könnten ein Katalysator für den Aktienkurs sein.**

    Netflix: Die Spannung ist raus

    Während Unternehmen wie K+S und Globex Mining auf materielle Güter setzen, geht es bei Netflix um digitale Inhalte. Über rund ein Jahrzehnt galt dieser Ansatz als erfolgversprechend - schließlich lassen sich digitale Produkte vervielfältigen und Geschäftsmodelle so skalieren. Je höher die Zahl der Abonnenten, desto geringer die anteiligen Kosten. Dass Netflix über Jahre Milliarden USD in neue Serien und Filme gesteckt hat, verwundert nicht - schließlich befand sich das Unternehmen auf dem Wachstumspfad. Kürzlich hat Netflix erstmals seit Jahren wieder Abonnenten verloren. Diesen Rückschlag hatten wir an dieser Stelle schon vor einigen Wochen vorhergesagt - die Pandemie ist so gut wie vorbei und die Menschen wollen raus - auch wenn das Kino für einen Abend so viel kostet, wie Netflix in einem ganzen Monat.

    Auch an der Börse setzt sich die Überzeugung durch, dass digitaler Konsum und gehypte Tech-Granden, wie etwa Netflix und auch Peloton, an Bedeutung verlieren, wenn das wirtschaftliche Fundament erodiert. Dieses Fundament besteht in weiten Teilen der westlichen Welt noch immer aus Industrie und Mittelstand. Wenn Menschen aufgrund stark steigender Preise kaum mehr Geld im Portmonnaie haben und wenn Unternehmen aufgrund stotternder Lieferketten und hoher Einkaufspreise an ihre Grenzen kommen, verschieben sich die Bedürfnisse hin zu grundlegenden Dingen. Am Ende heißt es dann Sachwerte und Rohstoffe statt digitaler Abos.


    Da Knappheit und steigende Preise zunehmend auch die Realwirtschaft belasten und erste Menschen Angst um ihren Job haben, sollten sich auch Anleger weniger auf „das nächste große Ding", sondern auf bewährte Problemlöser fokussieren. Energieproduzenten oder Anbieter rund um Dünger und Saatgut treffen am Markt aktuell einen Nerv. Auch Rohstoff-Gesellschaften sind gefragt. Erstens aufgrund der Knappheit und zweites aufgrund des Trends zur Diversifikation von Lieferketten. Dass bestimmte Rohstoffe überwiegend aus einem Land kommen, ist seit Pandemie und Ukraine-Krieg nicht mehr praktikabel. Anbieter aus sicheren Regionen, wie etwa das überwiegend in Kanada und den USA operierende Globex Mining, könnten punkten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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