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09.10.2025 | 04:30

PROBLEME bei HelloFresh! CHANCEN bei Nel und Empire Brand Building Aktie

  • Technologie
  • eCommerce
  • Wasserstoff
Bildquelle: Familienmarktplatz.de

Alarm bei HelloFresh-Aktionären. Die Aktie des DAX-Konzerns hat in den vergangenen Tagen deutlich nachgegeben. Hintergrund ist eine Lebensmittelwarnung in den USA. Analysten behalten noch die Ruhe. Bei Empire Brand Building sehen Experten sogar 200 % Kurspotenzial. Die an der Börse noch junge Aktie ist zuletzt angesprungen und das Unternehmen sieht sich nach 9 Monaten auf Wachstumskurs. Mit dem Fokus auf Social Media und E-Commerce für Familien wird ein Milliardenmarkt adressiert. Einen Milliardenmarkt adressiert auch Nel ASA. Doch die Entwicklung der Aktie der Norweger hinkt der von Branchenkollege Plug Power klar hinterher. Ist der jüngste Auftrag der Startschuss zur Aufholjagd?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: EMPIRE BRAND BUILDING AG | CH0597194171 , HELLOFRESH SE INH O.N. | DE000A161408 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Empire Brand Building: Analysten sehen 200 % Kurschance

    Seit dem Sommer ist die Schweizer Empire Brand Building AG an der Börse Hamburg gelistet. Inzwischen wird die Aktie auch in Stuttgart gehandelt und die Börsenstory nimmt Formen an. So legte das Wertpapier in den vergangenen Wochen von 4 auf 5 EUR zu. Die Analysten von Sphene Capital sehen in ihrem Base-Case-Szenario den fairen Wert der Aktie bei 15,20 EUR.

    Um dieses Kursziel zu erreichen, sieht sich die Gesellschaft operativ auf einem guten Weg. So hat man zuletzt eine positive Zwischenbilanz für das laufende Jahr gezogen. Herzstück der Gruppe ist die familienfreundliche Shopping-App baddel daddel, die das Ziel von 10.000 Downloads bereits vorzeitig erreicht hat. Bis Ende 2025 sollen 50.000 Nutzer gewonnen werden. Um neue Nutzer zu gewinnen und bestehende enger zu binden, wird man sogenannte Retourenware-Gewinnspiele, bei denen B-Ware aus dem hauseigenen Online-Shop Familienmarktplatz.de verlost werden, etablieren. Daneben sind weitere Funktionen wie eine Paketdienst-Anbindung, User-Verifizierung und ein Community-Bonusprogramm in der Entwicklung. Der Familienmarktplatz selbst hat sich im laufenden Jahr als Proof of Concept im Dropshipping-Modell bewährt. Trotz eines schwächeren Konsumumfelds und Lieferproblemen im Frühjahr rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatz zwischen 1,5 und 1,75 Mio. EUR – bei einem starken Weihnachtsgeschäft seien auch 2 Mio. EUR möglich.

    Auch die übrigen Beteiligungen entwickeln sich plangemäß: Die Cleopatra Commerce GmbH mit den Marken Cleo & Tess für Kosmetik-, Pflege- und Beautyprodukte liegt mit rund 1 Mio. EUR Umsatz im Soll und hat erfolgreich in die Niederlande expandiert. Der Markteintritt in Belgien wird vorbereitet. Squerk.com, eine neue E-Commerce-Plattform für intime Lifestyle- und Erotikprodukte, ist online und erzielt erste Umsätze.

    Insgesamt bekräftigt das Unternehmen die strategische Ausrichtung auf skalierbare Plattformmodelle. Die baddel daddel App wird der zentrale Wachstumstreiber bleiben. Daneben werden spannende Umsatzbringer aufgebaut.

    Nel: Startet die Aktie die Aufholjagd?

    Unterschiedlicher konnten sich die Wasserstoffaktien Nel und Plug Power in den vergangenen Monaten wohl kaum entwickeln. Das Wertpapier von Plug Power schoss in den vergangenen sechs Monaten um 245 % nach oben. Allein in den vergangenen Wochen kam es zur Verdoppelung – vermutlich ausgelöst durch einen Short Squeeze. Davon können Nel-Aktionäre nur träumen. Im laufenden Jahr hat die Aktie der Norweger rund 10 % an Wert verloren. Die Aufbruchsstimmung durch den Einstieg von Samsung im Frühjahr verpuffte schnell wieder.

    Bringt ein Auftrag bei Nel die Trendwende? Der norwegische Elektrolyse-Spezialist hat über seine US-Tochter einen weiteren Großauftrag von H2 Energy erhalten. Das Unternehmen wird ein containerisiertes 2,5-Megawatt-PEM-Elektrolyseursystem vom Typ MC500 an die Vereinigung für Abfallentsorgung (VfA) in der Schweiz liefern. Die Anlage ist Teil eines schlüsselfertigen Wasserstoffprojekts, das H2 Energy für die VfA realisiert. Der grüne Wasserstoff wird vor Ort mit lokal erzeugtem Strom produziert. Er soll sowohl die eigene Fahrzeugflotte der Müllabfuhr, industrielle Abnehmer als auch das nationale Wasserstoffnetzwerk in der Schweiz versorgen.

    Für Nel ist dies bereits der zweite Auftrag über ein MC500-System von H2 Energy – ein Beleg für die Zuverlässigkeit und Effizienz der PEM-Technologie des Unternehmens. H2 Energy und Nel arbeiten bereits seit 2016 eng zusammen und haben in der Schweiz ein flächendeckendes grünes Wasserstoff-Ökosystem aufgebaut, das 18 Tankstellen und eine Flotte von Brennstoffzellen-Lastwagen umfasst, die inzwischen über 14 Mio. Kilometer zurückgelegt haben. Sowohl H2-Energy-Gründer Rolf Huber als auch Nel-Vertriebschef Todd Cartwright bezeichneten das neue Projekt als wichtigen Schritt zur weiteren Dekarbonisierung des Schweizer Verkehrs- und Industriesektors und als Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Unternehmen im europäischen Wasserstoffmarkt.

    HelloFresh: Wie groß sind die Probleme in den USA?

    Alarm bei HelloFresh-Aktionären. Die Aktie des DAX-Konzerns hat in den vergangenen Tagen deutlich nachgegeben. Hintergrund ist eine Lebensmittelwarnung in den USA, bei der in einzelnen Fertiggerichten des Unternehmens möglicherweise mit Listerien belasteter Spinat verwendet wurde. HelloFresh reagierte umgehend mit einem Rückruf der betroffenen Produkte und betonte, dass klassische Kochboxen nicht betroffen seien. Dennoch hat der Vorfall das Vertrauen vieler Anleger erschüttert. Zusätzlich sorgte ein skeptischer Analystenkommentar für weiteren Druck: Morgan Stanley senkte das Kursziel von 11 auf 9 EUR und stufte die Aktie von „Overweight“ auf „Equal-weight“ herab – mit der Begründung, dass das Wachstumspotenzial kurzfristig begrenzt sei.

    Auch aus technischer Sicht bleibt die Lage angespannt. Der Kurs fiel zwischenzeitlich um über 15 % und durchbrach wichtige Unterstützungszonen, womit HelloFresh zu den schwächsten Werten im MDAX zählt. Auf Jahressicht summiert sich das Minus auf knapp 40 %. Während einige Analysten wie Berenberg weiterhin auf eine Erholung setzen und Kursziele um 14 EUR nennen, warnen andere vor steigenden Kosten, härterem Wettbewerb und sinkenden Margen – vor allem im margenstarken US-Geschäft. Anleger hoffen nun auf positive Impulse aus dem Weihnachtsquartal, um die negative Trendphase zu beenden. Laut marketscreener.com raten 6 von 14 covernden Analysten zum Kauf der Aktie. 8 sehen den Wert aktuell als fair bewertet an.


    Fazit

    Die Aktie von Empire Brand Building scheint sich am Kapitalmarkt zu etablieren. Sollte sich das Unternehmen operativ weiter positiv entwickeln, sind deutlich höhere Kurse realistisch. Bei HelloFresh drängt sich ein Kauf derzeit nicht auf. Der jüngste Auftrag ist ein positives Zeichen für Nel, aber noch kein Befreiungsschlag.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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