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19.03.2026 | 04:30

Über 100 % Kurschance mit Nordex, Plug Power, A.H.T. Syngas Aktie! Die Alternativen zu Öl und Gas!?

  • Wasserstoff
  • Windenergie
Bildquelle: PNE

Wer in diesen Tagen auf Öl und Gas angewiesen ist, dem dürften die Schweißperlen auf der Stirn stehen – und sich nach Alternativen umsehen. Erneuerbare Energien bekommen wieder Rückenwind und bieten Anlegern Chancen. Allerdings muss man bei der Investmentauswahl genau hinsehen. Nordex reitet auf einer Erfolgswelle und ist in 2026 bereits um über 50 % gestiegen. Auch in dieser Woche hat man einen neuen Auftrag gemeldet. Dagegen reduzieren Analysten bei Plug Power ihr Kursziel. Das Unternehmen schafft es seit Jahren einfach nicht, profitabel zu sein. Ganz anders bei A.H.T. Syngas. Der Newcomer ersetzt Erdgas mit einer sauberen Alternative. Das Geschäft nimmt Fahrt auf. Analysten erwarten deutliche Gewinne in den kommenden Jahren und sehen über 100 % Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , A.H.T. SYNGAS TECH. EO 1 | NL0010872388

Inhaltsverzeichnis:


    A.H.T. Syngas: Analysten erwarten starkes Wachstum

    Geht es nach GBC Research, bietet die aktuelle Seitwärtsbewegung der Aktie von A.H.T. Syngas eine klare Kaufchance. Nach Einschätzung der Analysten wird A.H.T. in 2026 einen Umsatz von 9,24 Mio. EUR erzielen. Im kommenden Jahr sollen es dann bereits fast 19 Mio. EUR sein und in 2028 über 23 Mio. EUR. Ähnlich dynamisch wird die Gewinnentwicklung eingeschätzt. Gemäß der GBC-Studie soll A.H.T. Syngas nach einem ausgeglichenen EBITDA im laufenden Jahr in 2027 bereits 1,62 Mio. EUR erzielen und in 2028 2,13 Mio. EUR. Der Nettogewinn soll bis 2028 auf 1,36 Mio. EUR bzw. 0,51 EUR je Aktie klettern. Das Cleantech-Unternehmen wird derzeit mit rund 10,50 Mio. EUR bewertet. Zu wenig aus Sicht der Analysten. Sie sehen den fairen Wert der Aktie bei 8,50 EUR. Vom aktuellen Niveau bei knapp über 4 EUR besteht damit die Chance auf eine Verdoppelung (Link zur GBC-Studie).

    Doch was macht A.H.T. Syngas so aussichtsreich? Das Unternehmen hat eine regionale und umweltfreundliche Alternative zu Erdgas entwickelt. Und zwar synthetischer Erdgasersatz für die Erzeugung von Strom und Wärme aus biogenen Reststoffen wie Gülle, Klärschlamm oder Holzresten. Damit trifft A.H.T. einen Nerv der Zeit, denn der Bedarf an heimischen, verlässlichen und klimafreundlichen Energiequellen wächst. Besonders interessant ist dabei die strategische Entwicklung des Unternehmens. A.H.T. wandelt sich derzeit vom reinen Anlagenbauer zum Betreiber eigener Projekte und will so die Wertschöpfungskette verlängern, wiederkehrende Erlöse aufbauen und die Profitabilität steigern. Aktuell befinden sich Projekte in Deutschland, Österreich und Polen in der Entwicklung.

    Zusätzlich erschließt A.H.T. mit klimaneutralem Wasserstoff ein weiteres Zukunftsfeld mit enormem Potenzial. Im Rahmen des geförderten Projekts BiDroGen wurde eine Technologie entwickelt, mit der aus Holz-Synthesegas über ein neuartiges Wassergas-Shift-Verfahren hochreiner, brennstoffzellenfähiger Wasserstoff erzeugt werden kann – und das ohne den Umweg über die Elektrolyse. Gerade die Nutzung regional verfügbarer biogener Reststoffe könnte sich als wirtschaftlich und praktisch besonders attraktiv erweisen.

    Die aktuelle Entwicklung am Gasmarkt dürfte A.H.T. weiteren Rückenwind geben. Anleger können auf einen positiven Newsflow in den kommenden Wochen spekulieren.

    https://youtu.be/-yOzaHHktoY?si=Qe9GFfs1fnf2rrTL

    Plug Power: Analysten reduzieren Kursziel

    Dass A.H.T. grünen Wasserstoff ohne Elektrolyse erzeugen kann, dürfte Nel und Plug Power nicht erfreuen. Doch die beiden Wasserstoffpioniere kämpfen derzeit mit ganz anderen Problemen. Sie haben es trotz First-Mover-Vorteil in den vergangenen Jahren nicht geschafft, profitable Geschäftsmodelle aufzubauen, obwohl sie dreistellige Millionenumsätze erzielen.

    So hatte Plug Power Anfang des Monats Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Demnach stieg der Umsatz im Gesamtjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 % auf rund 710 Mio. USD. Im vierten Quartal 2025 legte man um 17,6 % auf 225,2 Mio. USD zu. Das Management zeigte sich mit Blick auf die Wachstumsdynamik zum Jahresende zuversichtlich. Plug muss auch dringend weiter wachsen, denn von der Profitabilität ist man noch weit entfernt. Im vierten Quartal 2025 und im Gesamtjahr 2025 hat man den Verlust zwar reduziert, bleibt aber weiterhin klar in den roten Zahlen. Im Schlussquartal verringerte sich der Verlust je Aktie von -1,48 USD auf -0,63 USD, auf Jahressicht von -2,68 USD auf -1,42 USD. Die Aktie tendiert in den vergangenen Tagen freundlich und notiert derzeit bei rund 2,3 USD. Anfang März waren es noch unter 1,8 USD.

    Aus Sicht von Jefferies ist der Kurssprung jedoch nicht nachhaltig. Die EBITDA-Prognose von Plug Power für das laufende Jahr sehen die Analysten skeptisch. Denn der Brennstoffzellenspezialist will ein positives EBITDA erzielen. Mit Blick auf die Historie darf dies bezweifelt werden. So haben die Analysten ihr Kursziel für Plug Power von 2 USD auf 1,80 USD reduziert.

    Nordex: Reitet auf der Erfolgswelle

    Auf einer Erfolgswelle reitet derzeit Nordex. Die Aktie des Windturbinenherstellers hat im laufenden Jahr bereits wieder über 50 % zulegen können. Von einer Verschnaufpause oder Konsolidierung fehlt jede Spur. Denn im Wochentakt werden neue Aufträge gemeldet.

    Zuletzt wurde am Dienstag zur Abwechslung über Repowering-Aufträge gemeldet. Demnach wird Nordex zwei Repowering-Projekte auf der Ostseeinsel Fehmarn umsetzen. Für die beiden bestehenden Windparks Fehmarn-Mitte I und Fehmarn-Mitte II wird man 24 Windenergieanlagen des Typs N163/5.X liefern. Die leistungsstarken Nordex-Anlagen mit 5,7 MW werden alte Turbinen ersetzen. Die Gesamtleistung der Aufträge liegt bei über 136 MW. Darüber hinaus wird Nordex in den kommenden 20 Jahren den Service übernehmen. Die Errichtung der Turbinen soll im kommenden Sommer erfolgen. Dann könnten alle neuen Anlagen der Windparks bereits im Herbst 2027 am Netz sein.

    Die Aufträge zeigen nach Einschätzung des Nordex-Managements, wie leistungsfähig moderne Onshore-Technologie inzwischen ist. Die Turbinen sollen am Standort künftig deutlich höhere Erträge erwirtschaften und Repowering damit für den Neukunden sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch attraktiv machen.

    Fazit

    Die Nordex-Aktie ist derzeit einfach nicht zu bremsen. Rücksetzer müssen mit Blick auf die Marktkapitalisierung von inzwischen 11 Mrd. EUR einkalkuliert werden. Dagegen scheint A.H.T. mit seinen weniger als 11 Mio. EUR bei der Marktkapitalisierung noch ordentlich Luft nach oben zu haben. Der Ersatz von Erdgas passt jedenfalls voll in die Zeit. Dagegen läuft die Zeit gegen Plug Power. Selbst wenn man operativ profitabel werden sollte, was bezweifelt werden darf, braucht es noch viel Kapital, um die Zeit bis zum Nettogewinn zu erreichen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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