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12.05.2021 | 05:00

BYD, Volkswagen, NewPeak Metals: Wer profitiert von der Elektromobilität?

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Die Knappheit regiert in Deutschland. Waren es vor einem Jahr noch Nudeln, Konserven oder Toilettenpapier, so geht es heute ans Eingemachte: Baumaterial, Metalle und andere Grundstoffe sind knapp und entsprechend teuer. Erste Schreinereien müssen sogar schon Aufträge stornieren, die vor Monaten kalkuliert wurden – zu teuer ist Holz inzwischen geworden. Auch die Automobilindustrie treibt die Nachfrage nach Grundstoffen, allen voran nach kritischen Metallen für Akkus. Wir skizzieren die Investment-Storys zweier Autobauer und gehen der Frage auf den Grund, wie Rohstoffknappheit begegnet werden kann.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp



 

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Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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BYD: Schwimmen den Chinesen die Felle davon?

Der chinesische Autobauer BYD hat weltweit einen guten Namen. Noch vor einem Jahrzehnt war das Unternehmen ein Hoffnungsträger auf eine weit entfernte Zukunft. Doch aus der einstigen Zukunftsmusik ist der Sound des Zeitgeists geworden. In vielen Ländern gehören Elektroautos längst zum Straßenbild – auch in Deutschland. In China ist es sogar viel leichter, in Ballungszentren ein E-Auto zuzulassen, als einen Verbrenner. Grund ist die teils hohe Luftverschmutzung. Hinzu kommt, dass auch die klassische Automobilindustrie immer stärker auf den Elektroantrieb setzt. Die Frage ist, ob Newcomer, wie etwa BYD, vom neuen Angebot nicht zurück in ihre Nische gedrängt werden. Selbst in China genießen deutsche Premiummarken noch immer einen besseren Ruf als einheimische Fabrikate.

Die Aktie von BYD ist seit Monaten im Sinkflug. Allen während der vergangenen drei Monate gab der Wert annähernd 50% nach. Zwar muss man entgegenhalten, dass BYD zuvor auch stark gestiegen ist, doch sorgen die Kursverluste unter Privatanlegern zunehmend für Unruhe. BYD bietet neben einer Auto-Sparte auch eine Batteriefertigung und kann diese Batterien grundsätzlich auch an andere Hersteller vermarkten. Dank des großen Anteils an der Wertschöpfungskette und dem günstigen Zugang zu kritischen Rohstoffen, sollten Anleger BYD nicht leichtfertig abschreiben. Kurzfristig scheint aus der Aktie aber die Luft raus zu sein. Es bietet sich an, eine Bodenbildung abzuwarten.

Volkswagen: Warum mit der Aktie zu rechnen ist

Auch die Aktie von Volkswagen büßte in den vergangenen Wochen ein – doch unter ganz anderen Vorzeichen. Während BYD an der Börse schon in die Knie ging, blühte die VW-Aktie noch auf – allein in den vergangenen drei Monaten legten die Wolfsburger annähernd 50% zu. Volkswagen hat eine E-Auto-Offensive angekündigt und will auch stärker in Lieferketten investieren. Das Ziel: Weniger von China abhängig sein und bei E-Autos künftig stärker mitmischen. Ab 2026 will Volkswagen keine reinen Verbrenner mehr bauen. Schon 2024 soll das erste E-Auto für unter 20.000 EUR auf den Markt kommen. Es scheint, als meinten es die Wolfsburger ernst mit ihren Visionen. Am Markt kommen die Pläne gut an. Die Aktie ist im Februar aus einem langjährigen Seitwärtstrend ausgebrochen. Angesichts dieser Neubewertung sollten Anleger, die aktuell an der Seitenlinie stehen, zunächst eine Bodenbildung abwarten. Mit Volkswagen ist zu rechnen – auch nach der Mobilitätswende.

NewPeak Metals: Viele Projekte, kleine Marktkapitalisierung

Ein Unternehmen, das rund um kritische Metalle und vor allem auch Gold gut positioniert ist, ist das australische Bergbauunternehmen NewPeak Metals. Das erfahrene Team, zu dem auch SolGold-CEO Nick Mather gehört, verfolgt einen interessanten Investment-Ansatz. In Argentinien, Neuseeland, Finnland und auch Schweden betreibt das Unternehmen Projekte in einem frühen Stadium. Zudem hält man Anteile an einem australischen Öl-Unternehmen. Was zunächst nach einem bunten Potpourri klingt, leuchtet auf den zweiten Blick ein. Dank des frühen Stadiums der Projekte lassen sich dort bereits mit geringen Mitteln große Erkenntnisse erzielen. So will NewPeak Metals Schritt für Schritt den Wert seiner Liegenschaften erhöhen und Aktionäre profitieren lassen. In Argentinien treibt das Unternehmen zwei Gold-Projekte voran. Vor allem das Cachi-Projekt wartete in der Vergangenheit bereits mit vielversprechenden Explorationsergebnissen und mit bloßem Auge erkennbaren Gold-Vorkommen auf. In den kommenden Monaten soll das Projekt Las Opeñas in der argentinischen Provinz San Juan näher erkundet werden.

Im Sommer sollen auch weitere Arbeiten in Skandinavien folgen. Dort ist vor allem das schwedische Projekt Bergslagen interessant, wo neben Wolfram auch andere kritische Industriemetalle vermutet werden. Vor allem die Lage innerhalb der EU könnte für NewPeak Metals ein Vorteil sein, da der Wirtschaftsraum erkannt hat, sich bei bestimmten Rohstoffen autark aufstellen zu müssen. Die Vielzahl an Projekten bietet weiterhin die Chance, bei möglichen Finanzierungen flexibel zu agieren, Liegenschaften abzugeben oder etwa Joint-Venture-Partner ins Boot zu holen. Angesichts der äußerst geringen Marktkapitalisierung von rund 10 Mio. EUR ist die Aktie ein Geheimtipp. Schon wenige gute Bohrergebnisse könnten dafür sorgen, dass jedes einzelne Projekt zu einem Vielfachen der aktuellen Marktkapitalisierung führt. Hinzu kommt, dass das Portfolio des Unternehmens regelmäßigen Newsflow garantiert. Die Aktie ist äußerst spekulativ, aber bislang auch kaum gelaufen. Spekulative Anleger können den Wert auf die Watchlist nehmen.


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