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27.04.2023 | 06:00

Die Akkus der Zukunft: Varta, Altech Advanced Materials, Volkswagen

  • Batterietechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Erschwingliche E-Autos, die zudem allen Komfort bieten und sicher sind – auch wenn viele Werbespots der Autoindustrie bereits so klingen, ist die Realität doch eine andere. Noch immer sind E-Autos vergleichsweise teuer und das Laden zwingt Reisende je nach Zeitplan zu einer mehr oder weniger entspannenden Zwangspause. Doch die Technologie schreitet voran. Akkus können bald schon deutlich mehr als heute. Wir stellen drei Unternehmen vor, die Innovationen vorantreiben wollen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55 , Altech Advanced Materials AG | DE000A31C3Y4 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    Varta: Porsche-Deal hat Pech gebracht

    Wenn wir an Batterien denken, fällt uns zunächst die Marke Varta ein. Seit vielen Jahren ein Dauerläufer an der Kasse des Supermarkts, überzeugte das Unternehmen in den vergangenen Jahren in erster Linie mit Knopfzellen und Akkus für Unterhaltungselektronik. Im vergangenen Jahr dann der Schritt in Richtung E-Autos. Für Porsche will Varta Batterien liefern, die elektrischen Boliden der Sportwagenschmiede noch schneller beschleunigen, als ohnehin schon. Doch die lange kultivierte E-Auto-Fantasie rund um die Aktie von Varta verpuffte schnell – zu unspektakulär waren die Pläne – und dann kam auch noch eine Gewinnwarnung hinzu. Inzwischen gilt Varta als Krisen-Konzern und strich zuletzt sogar 800 Stellen. Anleger feierten die Kosteneinsparungen trotzdem nur kurz – lieber wäre den meisten Varta-Unternehmen wohl ein prosperierendes Unternehmen. Die Aktie ist aktuell keine gute Wahl.

    Erfolgsrezept von Altech Advanced Materials: Kochsalz statt Lithium

    Anders sieht die Sache bei Altech Advanced Materials aus. Das Industrieunternehmen hat langjährige Erfahrung mit der Herstellung von hochreinem Aluminiumoxid und nutzt dies für modernste Batterietechnologie. Dabei wird das Anodenmaterial hauchdünn mit dem Stoff überzogen. So steigen Sicherheit, Leistung und Lebensdauer. Ein besonderes Augenmerk legt das Unternehmen auf sichere Lieferketten: „Batteriematerialien zeichnen sich durch lange und komplexe Lieferketten aus und werden nicht immer umweltfreundlich oder verantwortungsvoll gewonnen. Zudem sind sie schlichtweg schwer am Markt aufzutreiben und anfällig für Störungen der Lieferketten", so Direktor Uwe Ahrens schon vor etwas mehr als einem Jahr im Interview.

    Neben dem Engagement rund um Batterien für E-Autos, treibt Altech Advanced Materials auch das Geschäft mit stationären Batterien voran und kooperiert dazu mit dem Fraunhofer Institut. Die CERENERGY®-Technologie bietet Kapazitäten im Megawatt-Bereich, gilt als nicht brennbar und setzt statt auf Kobalt, Lithium oder Kupfer auf Kochsalz und andere leicht verfügbare Materialien. Einen lukrativen Markt hat Altech Advanced Materials für sich bereits identifiziert: „*Jeder Solarpark und jeder Windpark hat ein Interesse daran, seine Energie zu speichern, weil das in den meisten Fällen einen positiven Effekt auf die Marge hat.* Auch Energieversorger und Industrieparkbetreiber gehören zu den potenziellen Kunden, da hier ein großes Interesse an Autarkie und Netzstabilität besteht", so Ahrens. Die Aktie, die noch vor einem Jahr bei 1,80 EUR notierte, ist heute deutlich zweistellig.** Alles sieht danach aus, als könnte Altech, das aktuell eine Pilotanlage in Sachsen baut, erfolgreich sein.

    Volkswagen pumpt Milliarden in die Forschung

    Erfolgreich ist ohne Zweifel auch Volkswagen: Unter den deutschen Herstellern gilt das Unternehmen, das noch vor Jahren für den Diesel-Skandal stand, als E-Auto-Pionier. Selbst in China läuft Volkswagen der Konkurrenz von Mercedes-Benz oder BMW den Rang ab – das liegt aber auch an der langen Tradition der Marke in China. Um es langfristig mit der Konkurrenz aus Asien aufnehmen zu können, muss auch Volkswagen mit neuer Technologie punkten. Was noch vor Jahren straffe Fahrwerke und hochgezüchtete Motoren waren, sind heute Software und Batterien. Das hat Volkswagen erkannt und investiert auch weiterhin kräftig in die Forschung. Allein im vergangenen Jahr waren es satte 18,9 Mrd. EUR. Schon in den Jahren zuvor gehörten die Wolfsburger nach Alphabet und Amazon, zu den Zukunfts-Pionieren. In einer Zeit, in der sich die Autoindustrie wandelt, sind derartige Investitionen auch für Aktionäre ein positives Signal.


    Welche Akku-Technologie am Ende erfolgreich sein wird, ist heute nicht abzusehen. Hersteller, wie Volkswagen, dürften dank der hohen Forschungsausgaben in vielen vielversprechenden Bereichen, Patente halten. Hinzu kommt die Option, Emporkömmlinge wie Altech Advanced Materials jederzeit zu übernehmen, oder aber mit langjährigen Verträgen zu locken. Entscheidend ist jedoch, ob die neue Akku-Technologie auch bei potenziellen Kunden einen Nerv trifft. Während das Alleinstellungsmerkmal „hohe Beschleunigung" Aktionäre von Varta nicht sonderlich überzeugt hat, sind Unabhängigkeit von kritischen Rohstoffen sowie Sicherheit, also die Argumente, die Altech Advanced Materials ausspielt, schon stichhaltiger.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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