09.04.2026 | 05:15
Einstiegschance bei Analystenliebling! Almonty Industries profitiert von Aufrüstung und Knappheit!
Mit der Waffenruhe im Nahen Osten dürfte jetzt eine neue Phase starten: die Aufrüstung. Die Arsenale in den USA, Israel und den Golfstaaten wurden kräftig dezimiert. Wie schnell die Aufstockung gelingt, dürfte stark von der Versorgung mit kritischen Rohstoffen abhängen. Und darüber entscheidet in vielen Fällen China als Quasi-Monopolist. Ein essenzielles Metall ist Wolfram. Nicht nur für Munition und Raketen, sondern beispielsweise auch für die Halbleiterindustrie. In diesem Bereich scheinen echte Lieferengpässe zu drohen. Davor warnen jedenfalls wichtige japanische Unternehmen. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass der Preis für Wolfram allein in diesem Jahr von 900 auf rund 3.000 USD je mtu gestiegen ist. Und es verwundert auch nicht, dass Almonty Industries ein echter Analystenliebling ist. Der Wolframproduzent steht vor explodierenden Gewinnen.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Zu wenig Wolfram für die Halbleiterindustrie?
Am vergangenen Freitag wurde für die metrische Tonne (mtu) – dies entspricht 10 kg – des seltenen Rohstoffs am Handelsplatz Rotterdam in der Spitze bis zu 3.190 USD bezahlt. Damit setzt sich die epische Rally fort und stellt die Entwicklungen bei fast jedem anderen Rohstoff in den Schatten. Anfang diesen Jahres wurden noch rund 900 USD je mtu bezahlt.
Während die Bedeutung von Wolfram in der Rüstungsindustrie in der Regel im Fokus steht, sind andere Branchen auch auf das besonders harte Metall angewiesen. So scheint bei Halbleitern ein echter Engpass zu drohen. Vor wenigen Tagen hat das koreanische Nachrichtenportal thelec.net berichtet, dass Branchenexperten bereits vor einem unmittelbaren Risiko bei Wolframhexafluorid (WF₆) warnen. Demnach haben japanische Produzenten von WF6, auf die etwa 25 % des weltweiten Angebots entfallen, ihre südkoreanischen Kunden aus der Halbleiterbranche über mögliche Lieferengpässe im zweiten Halbjahr 2026 informiert. Grund ist, dass aufgrund chinesischer Exportkontrollen für Wolfram die Beschaffung des Rohstoffs zur Weiterverarbeitung immer schwieriger wird. Die Lagerbestände würden das aktuelle Produktionsvolumen voraussichtlich nur noch bis Juni gewährleisten. Zu den südkoreanischen Kunden gehören Chipkonzerne wie Samsung und SK Hynix.
Almonty mit perfektem Timing
Die Rettung für die südkoreanische Halbleiterindustrie könnte näher sein als gedacht. Denn vor wenigen Tagen fand ebenfalls in Südkorea die Fertigstellungszeremonie für die Sangdong-Mine statt. Dabei handelt es sich um eine der bedeutendsten Wolfram-Lagerstätten der Welt. Betreiber ist Almonty Industries. Seit der Übernahme der historischen Mine im Jahr 2015 hat Almonty mehr als 100 Mio. USD in die Wiederbelebung von Sangdong investiert. Die Mine wurde Ende 2025 in Betrieb genommen und wird in der ersten Phase rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr verarbeiten. In der Phase 2 soll sich die Produktionskapazität noch einmal verdoppeln. Dann wird Sangdong voraussichtlich rund 40 % des weltweiten Wolfram-Bedarfs außerhalb Chinas decken und damit weltweite strategische Bedeutung erreichen. Der Almonty-CEO hat in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, dass Sangdong wahrscheinlich auch die effizienteste Mine der Welt ist. Die Margen dürften also entsprechend hoch sein. Denn die Mine – sie hat übrigens eine Lebensdauer von 45 Jahren – wurde entwickelt, als der Preis für Wolfram bei rund 300 USD je mtu lag. Wie bereits erwähnt, sind es inzwischen mehr als 3.000 USD.
https://youtu.be/DsOOCftcQpU?si=AT0DdFnTjxYhpudg
Sangdong ist nicht die einzige Mine für Almonty. In Portugal ist man bereits seit Jahren aktiv und baut die dortige Mine derzeit aus. Und in den USA hat man Ende 2025 ein Projekt übernommen und will es noch im laufenden Jahr in Produktion bringen.
Analysten immer noch konservativ
Mit Blick auf den Markt und die einzigartige Position von Almonty überrascht es nicht, dass die Aktie ein echter Analystenliebling ist. In Deutschland wird das Unternehmen von GBC Research gecovert. Aufgrund der rasant steigenden Wolframpreise und dem erfolgreichen Hochlauf der Sangdong-Mine haben die Analysten ihre Gewinnschätzungen und das Kursziel kräftig nach oben geschoben.
GBC-Analysten Matthias Greiffenberger: "Der Wolframmarkt hat sich strukturell verändert. Exportbeschränkungen, wachsende Nachfrage aus Verteidigungs- und Hightech-Industrien sowie begrenzte neue Produktionskapazitäten außerhalb Chinas führen zu einem nachhaltig höheren Preisniveau. In Kombination mit dem Produktionshochlauf in Sangdong ergibt sich daraus ein deutlich verbessertes Ertragsprofil für Almonty."
Im laufenden Jahr erwarten die Analysten ein EBITDA in Höhe von 260 Mio. CAD. In 2027 soll es auf 640 Mio. CAD steigen und 2028 an der Milliardengrenze kratzen. Aufgrund dieser Perspektiven haben die GBC-Analysten das Kursziel für die Almonty-Aktie von 9 CAD auf 28,60 CAD bzw. 17,71 EUR erhöht.
Mit diesen Schätzungen sind die Analysten weiterhin sehr konservativ unterwegs. Denn ihr Modell basiert auf einem Wolframpreis von lediglich 1.500 USD je mtu – derzeit sind es doppelt so viel.
Da überrascht es nicht, dass die Schätzungen beispielsweise bei Cantor Fitzgerald deutlich höher sind. Die Analysten trauen Almonty im laufenden Jahr ein EBITDA von 488,1 Mio. CAD zu. Im kommenden Jahr könnten es dann bereits rund 844 Mio. CAD sein. Cantor Fitzgerald sieht den fairen Wert der Almonty-Aktie bei 36 CAD. Derzeit notiert der NASDAQ-Wert bei rund 23 CAD.
Fazit: Korrektur gleich Kaufchance
Die Almonty-Aktie hat in den vergangenen Wochen scharf korrigiert. Dies war auch schon im vergangenen Jahr einige Male der Fall und hat sich immer als attraktive Kaufchance erwiesen. Viel spricht dafür, dass es dieses Mal ebenso ist. Die Nachfrage nach Wolfram wird hoch bleiben, China wird den Export weiter beschränken und Almonty wird seine Produktion erhöhen. Dazu erscheinen die Schätzungen vieler Analysten weiterhin zu konservativ zu sein.

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